Bunte Streifen gegen den Schmerz

Bunte Streifen gegen den Schmerz

Die bunten Stoffstreifen werden am Nacken angebracht, am Lendenwirbel oder am Knie: Mit so genannten „Tapes“ lindert Angela Berg, Leitungskraft und kreativer Kopf der Diakoniestation, Beschwerden wie Migräne, Rücken- oder Knieschmerzen der Pflegekräfte – finanziert und unterstützt von der Geschäftsführung.

Bei den Kinesio-Tapes handelt es sich um elastische Baumwollstreifen mit einer Klebefläche aus Acryl. Sie werden mit leichter Spannung an schmerzenden Stellen des Bewegungsapparates angebracht und sorgen dort für Stabilität, Entspannung und eine konstante, aktivierende Massage.

Pflege in der Pflege
Der Beruf der Pflegekraft ist körperlich anstrengend. Mit der Behandlung während der Arbeitszeit direkt in der Diakoniestation tut Angela Berg ihren Mitarbeitenden gleich mehrfach Gutes: Schmerzen werden gelindert und die Anwendung ermöglicht einen Moment der Ruhe und des Zweiergesprächs im hektischen Alltag.

Grundvoraussetzung für den Erfolg der Behandlung ist eine innere positive Einstellung dazu. „Man muss sich darauf einlassen“, erklärt Angela Berg, die die Baumwolltapes immer in vielen verschiedenen Farben vorrätig hat – damit die Mitarbeiter sie sich nach persönlichen Vorlieben und Stimmungen auswählen können.

„Ich hatte nach dem ersten Behandlungsdurchgang ein halbes Jahr nahezu keine Migräne“, erzählt Julia Reichert, eine der etwa 25 Mitarbeitenden, die das Tapen in Anspruch nehmen. Diese Behandlung ist ein Luxus“, fügt sie hinzu. „Bei einem Physiotherapeuten müsste ich jede Sitzung selbst bezahlen – und sie außerhalb der Arbeitszeiten unterbringen.“ Ihre Kollegin Kerstin Fischer fügt hinzu: „Angela Berg findet immer Zeit für uns. Ein grundsätzliches Nein gibt es nicht.“ Auch Anita Hagen, Leiterin des Demenz-Netzes, kommt regelmäßig mit Kniebeschwerden zu Angela Berg: „Bei mir schlägt es sofort an“, berichtet sie. „Noch während der Anwendung spüre ich, wie der Schmerz nachlässt und sich an seiner Stelle ein warmes Gefühl ausbreitet.“

Mitarbeiterfürsorge
Erst möglich wird die Behandlung durch Geschäftsführer Marten Gereke, der die Materialien finanziert und die Behandlung unterstützt. Auch in anderen Einrichtungen der Pflegediakonie laufen Programme zur Gesundheitsförderung – so zum Beispiel ein Yoga-Pilates-Kurs in Kummerfeld oder Vergünstigungen für Massagen in Glückstadt. „Das ist nicht selbstverständlich“, macht Angela Berg deutlich.

Diakonie ist geschätzter Arbeitgeber

Diakonie ist geschätzter Arbeitgeber

Diakonische Unternehmen sind als Arbeitgeber beliebt wie nie zuvor. Das geht aus dem trendence Schülerbarometer 2014/2015 hervor. Erstmals schaffte die Diakonie den Sprung in die Top 100 der begehrtesten Arbeitgeber Deutschlands. Als zweithöchster Neueinstieg landete sie auf Platz 36.

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