Zurück zu den Wurzeln

Zurück zu den Wurzeln

Vor zwei Jahren hat sich die Schwesternstation Aumühle-Wohltorf der Pflegediakonie angeschlossen, einem großen diakonischen Pflegebetrieb mit vielen ambulanten Diensten, Seniorenresidenzen, Tagespflegestätten und Seniorenwohnanlagen. Für diesen Schritt waren damals finanzielle Gründe ausschlaggebend. Es war wichtig, einen starken kirchlichen Partner ins Boot zu holen, der in Hamburg und im Umland erfolgreich diakonische Pflege praktiziert.

Die Schwesternstation entschloss sich in diesem Zuge, die Farben und Formen, das Logo und die Außendarstellung der Pflegediakonie zu übernehmen. Ulrike Kunath, Pflegedienstleitung der Schwesternstation: „Ein einheitlicher Auftritt ist für Unternehmen wichtig, auch in der Pflege. Wir haben aber festgestellt, dass viele Menschen in Aumühle und Wohltorf die traditionellen Farben und Formen der Schwesternstation vermissen. Das gleiche gilt für den Förderverein, der rund 300 Mitglieder hat und sich seit Jahren für die Arbeit der Schwesternstation einsetzt. Die Station ist fester Bestandteil der Gemeinde, das gilt auch für ihr äußeres Erscheinungsbild.“

Marten Gereke, Geschäftsführer der Pflegediakonie ergänzt: „Die Schwesternstation ist immer mit voller Qualität und vollem Einsatz aufgetreten – auch in der Zeit, in der sie die Farben der Pflegediakonie genutzt hat. Mit der Umstellung auf das alte Logo tritt sie nun wieder im vertrauten Gewand auf. Wir sagen immer: In der Pflege steht der Kunde im Mittelpunkt. Und beim Erscheinungsbild der Schwesternstation haben die Bürger vor Ort ein wichtiges Wort mitzureden.“

Hans-Jürgen Petersen, Vorsitzender des Fördervereins, freut sich über diesen Schritt der Station und betont: „Die Zusammenarbeit zwischen den Schwestern, dem Verein und der Pflegediakonie war und ist stets positiv – alle ziehen an einem Strang. Das bleibt so, auch nach der Rückkehr zu Blume und Kreuz, den Elementen unseres alten Logos.“

Ein Job fürs Leben

Ein Job fürs Leben

Wer kommt, der bleibt – und zwar bis zur Rente. Dieser Grundsatz scheint für die Diakoniestation Friedenskirche Siek zu gelten. Dort feierten kürzlich die Mitarbeiterinnen Britta Gerdes, Christa Steinbrecher und Christiane Möser langjährige Jubiläen. Die Bürokraft Sigrid Mein zieht es zwar zu neuen Aufgaben, gänzlich kann aber auch sie sich nicht von der Diakoniestation trennen.

„Ich möchte mich in Zukunft neuen Aufgaben widmen – sowohl beruflich als auch privat: Bald wird mein erster Enkel geboren“ erklärt Sigrid Mein, die seit 2002 die Büroorganisation der Diakoniestation verantwortet. „Ich habe aber so gern hier gearbeitet, dass Karin Brökel und ich übereingekommen sind, dass ich auch in Zukunft einmal wöchentlich herkomme. Ein endgültiger Abschied würde mir auch wirklich schwer fallen.“

Woran liegt es, dass hier so viele Pflegekräfte einen Platz fürs (Berufs-)leben finden, während andernorts Schnelllebigkeit, Fluktuation und Mitarbeiterwechsel die Zusammenarbeit bestimmen?

Die drei Jubilarinnen haben eine Antwort darauf. Egal wo sie herkamen, in welchen Berufen sie zuvor tätig waren – heute sind sie und das Team der Diakoniestation nicht nur Kollegen sondern Freundinnen, nicht nur Pflegekräfte sondern Familienmitglieder. Und das, obwohl alle drei in der Diakoniestation Siek ihre ersten Schritte in der ambulanten Pflege machten. Wie Britta Gerdes, gelernte Köchin, die nach der Kinderpause vor 15 Jahren eine neue Beschäftigung suchte. Oder wie Christa Steinbrecher, die ihren eigentlichen Beruf in der Lebensmittelbranche wegen eines Umzugs aufgab und die in ihren Anfangszeiten jede Pflegetour zuvor abfuhr, aus Angst, sich zu verfahren: 20 Jahre ist das nun her. Oder wie die Arzthelferin Christiane Möser, die ebenfalls nach der Erziehungszeit vor 15 Jahren in der Diakoniestation das erste Mal mit der ambulanten Pflege in Kontakt kam – und heute kein Jobangebot aus einer Arztpraxis mehr annehmen würde.

Alle drei Jubilarinnen sind sich einig: „Hier bleibe ich bis zur Rente“ – und alle vier ergänzen: Der Grund dafür ist hauptsächlich das Miteinander. Ein Miteinander, dass sich nicht nur auf das Pflege-Team selbst beschränkt, sondern jeden einzelnen Pflegekunden einschließt. Manche sind traurig, wenn bei „ihrer Schwester“ der Jahresurlaub ansteht. Das wöchentliche Senioren-Café ist jedes Mal ausgebucht – und auch die Mitarbeiterinnen lassen es sich nicht nehmen, dort eine schöne Zeit mit ihren Kunden zu verbringen. Wen wundert es da noch, wenn hier niemand mehr weg möchte?