Nur 10 Minuten Fußweg

Nur 10 Minuten Fußweg

So lange braucht man, um von der alten Diakoniestation Friedenskirche Siek in der Hauptstraße 49 zum neuen Domizil am Bültbek 1 zu kommen. Ein kurzer Weg, aber eine große Veränderung: Durch den Umzug eröffnen sich für Mitarbeiterinnen, Pflegekunden und Angehörige ganz neue Möglichkeiten.

„Am Ende war es einfach ein wenig zu kuschelig auf unseren paar Quadratmetern“ – die Mitarbeiterinnen nicken zustimmend. Acht Jahre starten sie nun schon ihre Touren von der Station in der Hauptstraße und alle sind sich einig: Der Raum ist zu klein geworden. Jetzt steht aber endgültig fest: Der Umzug der Diakoniestation findet am 1. Juli statt.

„Wir freuen uns schon sehr auf die neuen Räume“, sagt Pflegedienstleiterin Karin Brökel. „Wir ziehen in komplett renovierte 180 Quadratmeter, in fünf helle Räume. Hier können wir unsere ambulanten Pflegetouren vor- und nachbereiten, Fortbildungen durchführen, unsere Betreuungsgruppen und neue Veranstaltungen anbieten“, schwärmt sie. Ein lang gehegter Wunsch wird damit Wirklichkeit: Alle Angebote der Station finden sich unter einem Dach.

Für die Mitarbeiterinnen erfüllt sich noch ein anderer Wunsch. Endlich gibt es eine Stationsküche. Bislang mussten die Damen ihr mitgebrachtes Mittagsessen am Schreibtisch einnehmen. „Die neue Küche durften wir sogar mit aussuchen“, berichtet Karin Brökel. Und direkt neben der neuen Station gibt es einen Lebensmittelladen, der Essen liefert.

„Alle helfen am 1. Juli beim Umzug und packen mit an. Mein Mann kommt mit einem Transporter und dann geht’s los“, freut sich die Pflegedienstleiterin.

Diakoniestation Friedenskirche Siek

Bültbek 1, 22962 Siek
Telefon: (04107) 85 00 85
E-Mail: siek@pflegediakonie.de

Der Bau hat begonnen!

Der Bau hat begonnen!

Neun Jahre haben die Planungen gedauert, viele Spenden wurden gesammelt: Mit dem Spatenstich am 27. Mai ist der Bau des Emmaus Hospiz Blankenese nun gestartet.

„Ich bin sehr erleichtert, dankbar und glücklich“, sagt Clarita Loeck vor rund 100 Gästen. Die Vorsitzende des Blankeneser Hospiz e.V. hat den Bau eines stationären Hospizes für den Hamburger Westen vor neun Jahren initiiert. Seither hat sie viele Mitstreiter für ihr Vorhaben gewonnen: Architekten, Banken, Mediziner, Theologen, Juristen, Lehrer und Wirtschaftler. Und natürlich Förderer und Spender, die genauso vielfältig und unterschiedlich sind, wie die Aktionen, mit denen Geld für das Emmaus Hospiz gesammelt wurde.

„Es war kein einfacher Weg, es gab Höhen und Tiefen“, erinnert sich die Vorsitzende. Die Suche nach einem geeigneten Grundstück war schwierig, viele Nachbarn konnten sich nicht vorstellen, neben einem Hospiz zu leben. Das Grundstück und Gebäude an der Godeffroystraße 29 in Blankenese waren ein Glücksfall – beides wurde dem Verein von einem Unterstützer zur Verfügung gestellt. Noch ein Pluspunkt des grünen Standorts: Das Hospiz befindet sich in direkter Nachbarschaft zur Kirche am Marktplatz. Probst Horst Gorski freut sich ebenfalls: „Der Dienst am schwerstkranken und sterbenden Menschen ist die gestaltgewordene Nächstenliebe.“

Das Haus wird über zehn Zimmer und einen Garten der Sinne verfügen. „Am Ende ihres Lebens sollen Betroffene und Angehörige zur Ruhe kommen können“, so Probst Gorski. Clarita Loeck ergänzt: „Die Zimmer können ganz individuell eingerichtet werden, Besucher sind herzlich willkommen. Wir möchten es so angenehm wie möglich machen.“ Träger dieser Einrichtung ist die Pflegediakonie Hamburg-West/Südholstein. Geschäftsführer Marten Gereke betont: „Wir haben schon lange überlegt, die Trägerschaft eines Hospizes zu übernehmen und freuen uns sehr auf die Eröffnung und unsere Arbeit im Emmaus Hospiz Blankenese.“ Die Bauzeit soll gut ein Jahr betragen.