Besatzungsmitglieder mit Knopfaugen

Besatzungsmitglieder mit Knopfaugen

„Die Teddys schlagen eine Brücke zwischen Rettern und kleinen Patienten“, erzählt Tilo Fritz. Der Rettungsassistent hat schon oft erlebt, wie die Plüschtiere das Eis brechen und verängstigte Kinder zugänglicher für die nötige Behandlung werden. Aus diesem Grund ist er auch dankbar für die Spende der Pflegediakonie – die Teddys helfen und unterstützen bei der Betreuung von Kindern in Rettungseinsätzen.

„Insgesamt haben wir mit dem aktuellen Spendenaufruf Geld für 3300 Teddys gesammelt“, freut sich Rettungsassistent Fritz. Vor Jahren, bevor die Spendenidee für die „Rettungsbärchen“ umgesetzt wurde, musste man sich noch mit gebrauchten Plüschtieren behelfen. Ein bunter Mix von Mickey Mouse & Co. – nicht alle überlebten die erste Wäsche oder den Qualitätscheck. Durch die Spendengelder können seit 2010 neue und einheitliche Teddybären angeschafft werden. Das hat sich bewährt.

Jeder Rettungswagen hat einen kleinen Vorrat. Die Teddys sind schnell zur Hand, wenn sie benötigt werden. Wie bei einem Autounfall, bei dem die Mutter eines kleinen Jungen schwer verletzt wurde. „Der Junge saß hinten im Auto – er war nur leicht verletzt. Als ich ihm den Teddy gegeben habe, hat er sich richtig daran festgehalten und aufgehört zu weinen“, berichtet der 38-jährige Retter. „Mit dem Kuscheltier kann man zeigen: Ich gebe Dir etwas und es bleibt bei dir. Der Teddy passt auf dich auf“, so Fritz weiter. Noch einen guten Zweck erfüllt die Spende der Pflegediakonie: „Die Kinder behalten nicht das schmerzhafte Erlebnis in Erinnerung, sondern den kleinen Freund mit Knopfaugen“, weiß Tilo Fritz aus Erfahrung.

Nur 10 Minuten Fußweg

Nur 10 Minuten Fußweg

So lange braucht man, um von der alten Diakoniestation Friedenskirche Siek in der Hauptstraße 49 zum neuen Domizil am Bültbek 1 zu kommen. Ein kurzer Weg, aber eine große Veränderung: Durch den Umzug eröffnen sich für Mitarbeiterinnen, Pflegekunden und Angehörige ganz neue Möglichkeiten.

„Am Ende war es einfach ein wenig zu kuschelig auf unseren paar Quadratmetern“ – die Mitarbeiterinnen nicken zustimmend. Acht Jahre starten sie nun schon ihre Touren von der Station in der Hauptstraße und alle sind sich einig: Der Raum ist zu klein geworden. Jetzt steht aber endgültig fest: Der Umzug der Diakoniestation findet am 1. Juli statt.

„Wir freuen uns schon sehr auf die neuen Räume“, sagt Pflegedienstleiterin Karin Brökel. „Wir ziehen in komplett renovierte 180 Quadratmeter, in fünf helle Räume. Hier können wir unsere ambulanten Pflegetouren vor- und nachbereiten, Fortbildungen durchführen, unsere Betreuungsgruppen und neue Veranstaltungen anbieten“, schwärmt sie. Ein lang gehegter Wunsch wird damit Wirklichkeit: Alle Angebote der Station finden sich unter einem Dach.

Für die Mitarbeiterinnen erfüllt sich noch ein anderer Wunsch. Endlich gibt es eine Stationsküche. Bislang mussten die Damen ihr mitgebrachtes Mittagsessen am Schreibtisch einnehmen. „Die neue Küche durften wir sogar mit aussuchen“, berichtet Karin Brökel. Und direkt neben der neuen Station gibt es einen Lebensmittelladen, der Essen liefert.

„Alle helfen am 1. Juli beim Umzug und packen mit an. Mein Mann kommt mit einem Transporter und dann geht’s los“, freut sich die Pflegedienstleiterin.

Diakoniestation Friedenskirche Siek

Bültbek 1, 22962 Siek
Telefon: (04107) 85 00 85
E-Mail: siek@pflegediakonie.de

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