Auch 2015 ist Gartenschau – „Garten der Sinne“ für die Tagespflege

Auch 2015 ist Gartenschau  – „Garten der Sinne“ für die Tagespflege

Holzschnitze, Kräuter, Kiesel und Erde zum Schauen, Fühlen, Hören, Riechen und Schmecken – seit Juni besitzt die Tagespflege Wilhelmsburg nun ihren „Garten der Sinne“.

Die Tagespflegegäste werden durch die unterschiedlichen Reize stimuliert. Dies hat einen positiven Effekt, insbesondere auf Menschen mit Demenz: Bestimmte Sinneswahrnehmungen stoßen Erinnerungen an, beispielsweise der Duft von Kräutern. Andere wiederum machen neugierig und aktiv oder regen die Fantasie an. Vielfach helfen Demenzgärten auch beim Stressabbau – wer Unkraut jätet, Blumen gießt, oder Beete harkt, kommt zur Ruhe.

„Der Garten der Sinne wäre aber gar nicht erst entstanden, wenn uns die Hamburger Sparkasse nicht finanziell unterstützt hätte“, betont Angela Berg, Leitungskraft und Qualitätsmanagerin der Diakoniestation Wilhelmsburg. Ende letzten Jahres wurde ein Scheck von 1.000 Euro überreicht, um das Projekt im Frühjahr 2015 zu verwirklichen. Der Betrag ist durch das Haspa LotterieSparen zusammengekommen: Kunden sparen monatlich einen geringen Betrag, ein Teil des Geldes fließt in eine Lotterie. Mit einem anderen Teil werden soziale Einrichtungen in der Region mit zweckgebundenen Spenden unterstützt.

„Wir freuen uns, dass wir dieses Projekt finanziell ermöglichen konnten, weil die Tagespflegegäste eine Chance auf etwas Besonderes bekommen“, sagt Claudia Spindler. Die Filialleiterin der Haspa Kundenfiliale in der Mannesallee und ihr Mitarbeiter Andreas Kurth greifen selbst beherzt in den Thymian und die Steine. „Hier wird mal ein anderer Weg gegangen, die oft eingeschränkten Gäste sind an der frischen Luft und können Ihre Sinne einsetzen“, erklärt Claudia Spindler das Engagement der Haspa. Damit die Tagespflegegäste sich nicht bücken müssen, wurden alle Beete in Kästen auf Bauchhöhe angebracht.

Seit einem Monat stehen die verschiedenen Naturmaterialien den Tagesgästen nun schon zur Verfügung – wie ist die Bilanz? „Die Arbeit mit dem Hochbeet geschieht Schritt für Schritt – für unsere Gäste und für die Mitarbeitenden. Viele haben erst eine gewisse Scheu mit ihren Händen in die Beete zu fassen. Sie müssen sich daran gewöhnen. Als Mitarbeitende begleiten wir sie dabei positiv, motivieren und lernen aus ihren Reaktionen. Wenn sie sich dann trauen, die Kräuter und Steinchen anzufassen, können sie es richtig genießen “, berichtet Frau Berg. „Wir beobachten die Entwicklungen unserer Gäste und überlegen: verändern oder erweitern wir? Wir werden es sehen!“

Moin Moin und Herzlich Willkommen

Moin Moin und Herzlich Willkommen

Beim Tag der offenen Tür am 19. Juni hat die Diakoniestation Glückstadt ihre Besucher in den neuen Räumlichkeiten am Hafen 1 begrüßt.

„Es ist wirklich toll, wie viel Zuspruch wir hatten“, freut sich Claudia Seidel-Kirschberger. Der Tag der offenen Tür war für die Pflegedienstleiterin und ihr Team eine Herzensangelegenheit: „Wir wollten unseren Pflegepartnern und den Glückstädtern unsere neuen Räumlichkeiten vorstellen, in die wir Anfang des Jahres gezogen sind.“

Mit viel Liebe und dem Auge für’s Detail gestalteten sie alles: Am Eingang erwartete die Gäste ein Glücksrad. Einmal kräftig dran gedreht und man konnte Becher, Pflaster, Einkaufstaschen oder andere kleine Helfer gewinnen. Die Treppe hoch und links: Der großzügige Innenraum. Hier gab es ein Buffet, Kaffee und Kuchen, Luftballons und frische Waffeln. Viele Besucher nahmen das Angebot an Leckereien und den guten Gesprächsmöglichkeiten gern in Anspruch. Auch die Pflegepartner der Diakoniestation schauten vorbei: Karin Hansen vom ehrenamtlichen ambulanten Hospizdienst in Glückstadt brachte Blumen. „Wir haben uns riesig gefreut und konnten uns noch über die Arbeit von Frau Hansen und mögliche Ergänzungen zu unserem SAPV-Angebot austauschen“, freut sich die stellvertretende Pflegedienstleiterin Stefanie Heinsohn.

Neben Spaß und Spiel fand sich auch Zeit für wichtige Beratungsgespräche: Inmitten von Waffeleisen und Luftballons ging es in den Austausch über Angebote, zukünftige Betreuungsmodelle, aber auch ganz persönliche Erfahrungen. „Ich habe vor ein paar Tagen ein Aufnahmegespräch mit einem heutigen Gast geführt und sie hat sich dabei sehr verstanden und wohl gefühlt“, erzählt Stefanie Heinsohn. „Heute konnten wir dann in lockerer Atmosphäre auch über privatere Dinge reden, die sie zur Zeit sehr beschäftigen“, ergänzt sie. Arbeit und Vergnügen gingen an diesem Freitagnachmittag gut zusammen. „Unser Tag war ein voller Erfolg“, freut sich Claudia Seidel-Kirschberger. „Natürlich sind auch weiterhin alle Interessierten herzlich bei uns willkommen!“

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