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Tagespflege Wilhelmsburg wird Surf-Revier

Wilhelmsburg, 14. Februar 2012 – Die Tagespflege der Diakoniestation Wilhelmsburg verfügt seit kurzem über einen seniorengerechten Laptop. Mit diesem Computer sind die Tagesgäste im Internet unterwegs, um die virtuelle Welt außerhalb der Elbinsel zu erobern.
Manfred Seidel (Bild: links) ist voller Erwartung: „Ich hatte schon immer großes Interesse an Computern. Bislang hatte ich aber nie Zeit mich damit zu beschäftigen.“ Endlich kann der 62-Jährige loslegen und gleich ins World Wide Web durchstarten. Denn die Diakoniestation hat mit Mitteln einer Lotterie der Hamburger Sparkasse einen seniorengerechten Laptop installiert, der in der gemeinsamen Morgenrunde aller Tagesgäste genutzt wird. Kundige Mitarbeiterinnen haben die Handhabung des Gerätes erläutert, so dass die Gäste möglichst eigenständig auf Entdeckungsreise gehen können. Auch Elfriede Böge (Bild: Mitte) ist mit Feuereifer dabei, auch wenn der Umgang mit der Maus noch etwas Geduld erfordert.
Besonders beliebt sind tagesaktuelle Ereignisse aus aller Welt, Horoskope und Wetterinformationen. Vor allem aber wird das Netz nach alten Kochrezepten durchforstet. Kein Wunder – die Tagesgäste sind Freizeitgourmets, die mehr-mals in der Woche gemeinsam kochen.
Angela Berg (Bild: rechts), Qualitätsmanagerin der Diako-niestation, erläutert das neue Angebot: „Wir wollen, dass die Menschen in der Tagespflege so lang wie möglich am Ball bleiben. Dazu gehört, sich medial auf dem Laufenden zu halten. Die Technik wird immer seniorengerechter. Wir nutzen diese Entwicklung. Dass uns die HASPA seit Jahren unterstützt, zeigt die Anerkennung, die unsere Arbeit ge-nießt.“
Die Mitarbeiterinnen der Tagespflege organisieren nicht nur die „Hardware“. Sie wollen auch für den Austausch zwischen den Generationen sorgen. Schüler und Jugendliche sollen Laptop-Paten werden und ihre Kenntnisse an die Senioren in der Tagespflege weitergeben. Angela Berg dazu: „Die Kids wissen zu Rechnern und zum Internet fast alles. Es wäre klasse, wenn sie davon etwas an die Großelterngeneration vermitteln könnten.“
Tipps für eine gelingende Pflege zuhause

Siek, 8. Februar 2012 – Rund 2,34 Millionen pflegebedürftige Menschen haben in Deutschland einen Anspruch auf Leistungen der Pflegeversicherung, weil der Medizinische Dienst der Krankenversicherung (MDK) nach einer Vor-Ort-Begutachtung die Pflegebedürftigkeit offiziell festgestellt hat. Die Betroffenen wählen anschließend, ob sie ausschließlich Geldleistungen beziehen und die Pflege durch Laien – etwa Angehörige oder Nachbarn – durchführen lassen, oder ob sie mit dem Geld Leistungen ambulanter Pflegedienste bezahlen.
Mehr als eine Million Berechtigte haben sich für reine Geldleistungen entscheiden und werden durch Laien gepflegt. Für sie sind regelmäßige Pflegeberatungen durch „Pflegeprofis“ vorgeschrieben. Heike Siemers (47) ist eine solche Fachfrau. Sie führt die entsprechenden Beratungen im Auftrag der Diakoniestation Friedenskirche Siek durch.
Nicht jede Krankenschwester oder Altenpflegerin kommt für Pflegeberatungseinsätze in Frage, sondern nur speziell geschulte Fachkräfte. Heike Siemers hat eine entsprechende Fortbildung absolviert. „Eine Pflegeberaterin ist Ansprechpartnerin bei allen administrativen und organisatorischen Dingen – von der Frage, wie die Einstufung in die Pflegeversicherung genau funktioniert, über Hilfestellungen bei Anträgen für Unterstützung bis zur Beratung, welche Hilfsmittel Erleichterung im Alltag schaffen können und wo man diese herbekommt“, erzählt Heike Siemers.
Möglichst lange zuhause leben
Es geht in den Beratungseinsätzen aber nicht allein um „Bürokratie und Logistik“. Wichtig ist auch, am Pflegebett und am Rollstuhl zu zeigen, wie man mit einfachen Handgriffen effektiv unterstützt und hilft. Dazu Heike Siemers: „Wir können in den Beratungseinsätzen keine Pflegeausbildung liefern. Trotzdem verfügen alle Pflegeberater über jahrelange Erfahrungen. Pflegende Angehörige sind dankbar für jeden Tipp.“ Heike Siemers arbeitet seit 1983 in der Pflege, zuerst als Pflegehelferin, seit 1989 als examinierte Altenpflegerin.
Leben und Pflege sollen möglichst lange in der eigenen Häuslichkeit möglich sein. Das ist allgemeiner Wunsch, sowohl vom Gesetzgeber als auch von der großen Mehrheit der Pflegebedürftigen und ihrer Angehörigen. Die Beratungseinsätze helfen bei der Umsetzung dieses Wunsches, denn ohne Hinweise, Hilfen und Beratungen kann Laienpflege gefährlich werden, weil Fehler und Risiken, beispielsweise Druckgeschwüre oder Anzeichen von Mangelernährung, gar nicht oder zu spät erkannt werden. Heike Siemers erläutert: „Viele pflegende Angehörige fragen, was bestimmte Symptome beziehungsweise Verhaltensweisen zu bedeuten haben. Man spürt ihre Unsicherheit. Unser Fachwissen hilft, die richtigen Herangehensweisen zu finden. Manchmal ist es auch wichtig, für Teilbereiche dauerhaft ausgebildete Pflegekräfte hinzuzuziehen. Dann verweisen wir als Berater zum Beispiel auf die Angebote unserer Diakoniestation.“
Die feste Einbindung eines ambulanten Pflegedienstes hat einen klaren Vorteil, so Siemers. „Pflegeberatungseinsätze werden jedes Halbjahr nur einmal durchgeführt, bei Pflegestufe 3 ist ein vierteljährlicher Besuch vorgeschrieben. Wird ambulante Pflege dauerhaft erbracht, sind die Schwestern und Pfleger viel häufiger da, in der Regel mehrmals wöchentlich. Häufig ist genau das die entscheidende Entlastung der familiären Pflege.“
In allen Bereichen eine glatte Eins!

Bönningstedt, 2. Februar 2012 – Die Diakoniestation Bönningstedt ist am 7. Dezember 2011 durch den Medizinischen Dienst der Krankenversicherung (MDK) geprüft worden. Die Kontrolleure waren begeistert – der ambulante Pflegedienst der Pflegediakonie erhielt in allen Teilbereichen die Bestnote 1,0. Das herausragende Ergebnis der Vorjahresprüfung (Gesamtnote: 1,1) ist damit sogar noch übertroffen worden.
Berthold Bernau, seit April 2011 Pflegedienstleitung der Station, ist stolz auf sein Team: „Wir freuen uns alle über das Ergebnis. Es bestätigt unsere Arbeit in vollem Umfang. Alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter haben das Ihre dazu getan und jeden Tag ihre ganze Fach- und Sozialkompetenz eingebracht.“
Die überdurchschnittliche Arbeit erreicht alle Kunden im Versorgungsgebiet, das bis nach Norderstedt reicht. Dort ist die Diakoniestation zuständig für die Wohngemeinschaft für Menschen mit Demenz, die in das Seniorenzentrum Garstedt integriert ist. Nach Bernau bestätigt das gute Prüfergebnis das durchdachte Wohngemeinschaftskonzept. „Hauptziel ist: Wir wollen die an Demenz erkrankten Menschen integrieren. Sie gehören zu uns, zur Gemeinschaft des Seniorenzentrums Garstedt“, ergänzt der gelernte OP- und Endoskopie-Fachkrankenpfleger. Die Tagespflege des Seniorenzentrums hat ebenfalls eine Kontrollprüfung des MDK hinter sich – gleichfalls mit sehr gutem Ergebnis, allerdings ohne Note, denn bundesweit werden die Prüfungen in Tagespflegestätten ohne Teil- und Gesamtnoten durchgeführt.
Bei so viel Erfolg fragt sich, was überhaupt noch besser werden kann. Bernau betont: „Eine 1,0 ist als Note nicht zu toppen. Trotzdem: Wir begreifen uns als lernende Organisation und treten nicht auf der Stelle. Unser Fort- und Weiterbildungsprogramm läuft weiterhin. Außerdem sind wir Teil eines Verbunds: der Pflegediakonie. Wir schauen uns von den anderen Stationen und Einrichtungen die guten Ideen ab und setzen sie hier vor Ort um. Nicht nur Menschen lernen bis ins hohe Alter, auch soziale Einrichtungen entwickeln sich Tag für Tag weiter.“
Gemeinsam für Familien und Kinder in Not

Itzehoe/Prisdorf, 30. Januar 2012 – Eine ungewöhnliche Spende: Die Großstadtmission in Prisdorf unterstützt das Projekt FiNDus, die Familienbegleitung der Pflegediakonie, bereits zum vierten Mal. Beide Einrichtungen bieten Hilfe für Kinder und Familien in schwierigen Situationen.
Das familiäre Umfeld ist für Kinder besonders wichtig. In einer liebevollen und verständnisvollen Atmosphäre können sie sicher aufwachsen und sich entwickeln. Viele Kinder haben diese Chance nicht. FiNDus begleitet Kinder und Familien, die Unterstützung brauchen. „Wir sind da, wenn Eltern in besonderen Belastungssituationen Hilfe bei Betreuung, Pflege und Erziehung der Kinder sowie die Führung des Haushalts brauchen“, erklärt Benita von Sass-Hasselblatt, Leiterin von FiNDus.
Astrid Herwig und Siggy Sabaschus von der Großstadtmission kennen diese Situationen. Sie leben mit fünf Kindern in einer sogenannten „familienanalogen Wohngruppe“ zusammen. „Die Kinder konnten aus unterschiedlichen Gründen nicht in ihren Familien bleiben“, so Astrid Herwig. „Wir bieten ihnen hier ein Zuhause, Orientierung und Geborgenheit. Kontakt zu den Eltern und Geschwistern ist immer möglich und gewünscht.“ Gemeinsam mit zwei Hunden und einem Kater meistern die beiden Erzieherinnen den Alltag mit ihren Schützlingen, teilen Sorgen und Freuden – wie in einer richtigen Familie.
Vor einigen Jahren organisierten Astrid Herwig und Siggy Sabaschus einen Weihnachtsgottesdienst. „Wir wollten eine Alternative zu den überfüllten Kirchen an Heilig Abend schaffen und haben Broer Broers, den geistlich-theologischen Leiter der Großstadtmission angesprochen. Der war natürlich gleich mit dabei“, so Sabaschus. „Zu einem richtigen Gottesdienst gehört auch eine Kollekte. Aber wir wollten nicht für uns sammeln, sondern anderen etwas Gutes tun. Wir haben uns in der Region umgehört und sind auf FiNDus aufmerksam geworden.“ Diese Gottesdienste und die Spende der Kollekte an FiNDus sind inzwischen feste Tradition geworden. „Es ist toll, auch von anderen Einrichtungen wahrgenommen zu werden. Wir beschäftigen uns ja mit ganz ähnlichen Problemen und Situationen. Daher können wir die Arbeit des jeweils anderen sehr gut nachvollziehen und wertschätzen.“
FiNDus steht für „Familien in Notsituationen – Diakonie unter-stützt“. Seit fünf Jahren sind Benita von Sass-Hasselblatt und ihre 27 Mitarbeiterinnen im Raum Pinneberg für Familien in Notsituationen im Einsatz. Seit einem Jahr ist FiNDus auch mit einem Büro in der Innenstadt von Itzehoe im Souterrain des Restaurants Himmel und Erde ansässig.
Pflegediakonie unterstützt Obdachlose

Hamburg-Ottensen, 22. Dezember 2011 – Das Rumond-Walther-Haus der Pflegediakonie wird in diesem Winter Stützpunkt des Winternotprogramms der Stadt Hamburg. Das Alten- und Pflegeheim in Ottensen steht seit Mitte November leer und soll im kommenden Jahr komplett erneuert werden.
Kirche und Diakonie erkannten sofort die Chance, mit wenigen Handgriffen auch etwas für Obdachlose zu tun und Winterplätze einzurichten. Die Hamburger Sozialbehörde begrüßte ihre Idee. Die passenden Betten und eine Teeküche waren rasch besorgt. Auch das Altonaer Bauamt spielte mit und genehmigte zügig. Noch vor Weihnachten stehen damit 40 neue Plätze im Rahmen des Hamburger Winternotprogramms zur Verfügung – alle in zentraler Lage und betreut.
Sozialsenator Detlef Scheele sieht in diesem Schritt den Beweis, dass Versprechen eingelöst werden: „In Hamburg soll niemand auf der Straße übernachten müssen, das habe ich den Obdachlosen versprochen“, so Scheele.
Die neue Hamburger Bischöfin Kirsten Fehrs nannte die reibungslose Zusammenarbeit von Kirche, Diakonie und Stadt beispielhaft. Marten Gereke, Geschäftsführer der Pflegediakonie, lobte das Projekt ebenfalls und regte zur Nachahmung an. „Gute Ideen haben in dieser Stadt ihre Chance. Oft geht es ganz leicht. Die Zwischennutzung des Rumond-Walther-Hauses als Wohnraum für Obdachlose hat dies nachdrücklich demonstriert.“
Evakuierungsprobe

Norderstedt/Garstedt, 16. Dezember 2011 – Ein Feueralarm überraschte am 15. Dezember die Menschen im Seniorenzentrum Garstedt: Um 10.10 Uhr ertönte das Alarmsignal. Zum Glück war niemand in Gefahr.
Bei dem Alarm handelte es sich um eine Evakuierungsprobe für die Tagespflege und die Wohngemeinschaft für Menschen mit Demenz, offiziell begleitet von der Norderstedter Feuerwehr. „Uns ist es wichtig, dass wir genau wissen, wie wir im Ernstfall reagieren müssen“, erklärte Katrin Zehl von der Pflegediakonie. Unterstützt und begleitet von den Pflegekräften begaben sich die Gäste der Tagespflege und die Bewohner der Wohngemeinschaft an den gemeinsamen Sammelplatz. Eingehüllt in warme Decken mussten sie nur wenige Minuten warten, bis die Anwesenheit aller sichergestellt war. Dann ging es zurück in die behaglichen Räumlichkeiten. Zusammen mit der Feuerwehr setzten sich alle Verantwortlichen im Anschluss zu einer Nachbesprechung der Probe zusammen.
Plätzchenduft und Weihnachtslieder

Norderstedt/Garstedt, 5. Dezember 2011 – Kerzen, Plätzchen und Geselligkeit: Bei der Adventsfeier der Tagespflege im Seniorenzentrum Garstedt genossen die Tagesgäste mit ihren Angehörigen am Wochenende gemütliche Stunden.
„Es ist schön, sich im Advent Zeit zu nehmen, um mit den Verwandten zusammen zu sein und sich gemeinsam auf Weihnachten zu freuen“, sagt Birgit Schwarz-Nenninger, Leiterin der Tagespflege. Das Team der Pflegediakonie hat sich viel Mühe gegeben: Der Raum ist weihnachtlich geschmückt, es duftet nach Kaffee und Stollen. „Wir freuen uns, dass heute so viele Angehörige mitgekommen sind“, so Schwarz-Nenninger. „Die meisten haben ja nur am Wochenende Zeit und heute die Gelegenheit, die Einrichtung noch besser kennenzulernen. Es ist unser Ziel, besonders pflegende Angehörige zu entlasten, sie aber auch mit in unsere Arbeit einzubeziehen. So können wir für die Tagesgäste ein individuelles Betreuungskonzept nach ihren Bedürfnissen erstellen.“
An diesem Samstag vor dem zweiten Advent sind über den Tag verteilt etwa 50 Personen der Einladung in die Tagespflege im Seniorenzentrum Garstedt gefolgt. Im Alltag geht es sonst etwas ruhiger zu. „In der Woche sind täglich etwa zwölf Menschen hier zu Gast“, so Schwarz-Nenninger. „Wir kochen und essen gemeinsam, spielen Spiele, basteln oder machen Ausflüge. Jeder Tagesgast wird gemäß seiner Wünsche und Bedürfnisse betreut und beschäftigt.“ Natürlich kümmert sich das Team der Pflegediakonie auch um die pflegerische und medizinische Versorgung. Die Tagespflege ist besonders für Menschen geeignet, die im Alltag alleine nicht mehr gut zurecht kommen oder denen soziale Kontakte fehlen.
Ab in die Mitte

Hamburg, 5. Dezember 2011 – Am letzten Novemberwochenende war es soweit: Nach umfangreichen Vorbereitungen zogen alle Bewohner des Rumond-Walther-Hauses der Pflegediakonie gemeinsam um. Vom Standort am Klopstockplatz ging es in die Mitte des Bezirks Altona, in das völlig neu errichtete Bugenhagenhaus in Groß Flottbek.
Die Planung für die umfassende Renovierung des Rumond-Walther-Hauses steht seit langem fest: Im kommenden Jahr wird dieses Alten- und Pflegeheim zur Großbaustelle, auf der eine moderne Seniorenresidenz entsteht, die rund 90 Personen Wohnraum bieten wird, alles Einzelzimmer.
Logistische Herausforderung
Seit Wochen bereiteten die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter den Großumzug vor: Schränke leeren, aussortieren, Kisten packen und beschriften. „So ein Umzug ist eine große Sache. Natürlich waren wir alle angespannt. Immerhin sollten 38 Bewohner gleichzeitig umziehen. Da gehört einiges an Logistik dazu“, sagte Jörn Trilcke, Leiter des Rumond-Walther-Haus. Nicht nur das, denn die Mitarbeiter hatten immer ein offenes Ohr für die Sorgen, die sich einige Bewohnerinnen und Bewohner vor dem Ortswechsel machten.
Zur Vorbereitung gehörte die regelmäßige Information aller Beteiligten. Bewohner und Angehörige wurden brieflich auf dem Laufenden gehalten. Auch Infoabende dienten ihren Fra-gen und Wünschen. „Unsere Mitarbeiter kommen alle mit an den neuen Standort in Groß Flottbek. Das wussten die Bewohner. Darum hatten sie Vertrauen ins Gelingen“, erläutert der Heimleiter. Einige Bewohner haben sich zudem vorab im Bugenhagenhaus umgesehen und waren deshalb optimistisch.
Auf nach Flottbek
Am Umzugstag selbst lief es wie am Schnürchen. Ein routiniertes Umzugsunternehmen fuhr mit drei riesigen Umzugswagen vor und sorgte für den Möbeltransport. Die Mitarbeiter in der Pflege kümmerten sich um die Bewohner.
So empfand es auch Richard Schöddert (79), seit sechs Jahren Bewohner des Rumond-Walther-Hauses: „Es war alles perfekt vorbereitet. Um meine Zinnsoldaten-Sammlung habe ich mir allerdings etwas Sorgen gemacht. Aber sie ist unter meiner persönlichen Aufsicht erfolgreich nach Groß Flottbek marschiert“. Dort freut sich der frühere Schiffskoch nun über ein schönes Zimmer mit eigenem Bad.
Christin Bong-Schmidt, Assistentin der Heimleitung im Bugenhagenhaus, sorgte dafür, dass alle Umgezogenen in Groß Flottbek mit Kaffee, Tee und einem Unterhaltungsprogramm begrüßt wurden – Herzlichkeit von Anfang an, so lautete die Devise.
Dank an die Helfer
„Fast überwältigt war ich von der Hilfe durch Ehrenamtliche und Angehörige. Allein 15 Freiwillige waren vor Ort, um mit anzupacken und zu betreuen. Von unserer Seite dafür ein ganz besonders herzliches Dankeschön!“, betont Bong-Schmidt.
Wer von den 38 Neuankömmlingen in rund eineinhalb Jahren wieder zurück ziehen wird in das neu gestaltete Rumond-Walther-Haus, wird sich zeigen. Jörn Trilcke: „Die Bewohner entscheiden das selbst. Wir freuen uns natürlich über jeden Rückkehrer“.
Alles für die Kinder

Itzehoe, 25. November 2011 – Apfelwichtel und handgestrickte Babysocken – das sind die vorweihnachtlichen Wahrzeichen von FiNDus, der Familienbegleitung der Pflegediakonie. Gemeinsam mit der Sozialberatung des Diakonischen Werks des Kirchenkreises verkauft das Team am 6. Dezember die kleinen Geschenke auf dem Itzehoer Weihnachtsmarkt gegen Spenden.
„Familien in Notsituationen – Diakonie unterstützt“ dafür steht FiNDus. „Nicht für jede Familie bringt die Vorweihnachtszeit
Ruhe und Besinnlichkeit. Krisensituationen wie Krankheiten oder chronische Überlastungen können das Familienleben vor große Probleme stellen“, sagt die Leiterin von FiNDus, Benita von Sass-Hasselblatt. Dass solche Krisen möglichst schnell überwunden werden können, dafür sorgt das Team von FiNDus im Kreis Pinneberg und seit Mai auch in Itzehoe. Zusammen mit der Sozialberatung des Diakonischen Werks ist der zweite Standort der Familienbegleitung im ehemaligen Katasteramt beheimatet. Vor dem Gebäude in der Kirchenstraße 5, in dem sich auch das Café-Restaurant „himmel + erde“ befindet, wird am Nikolaustag, 10 bis 18 Uhr, der gemeinsame Stand aufgebaut sein. Vor allem Kinder und Familien sollen durch ihn angesprochen werden.
Seit Tagen fertigen die Mitarbeiterinnen dafür in liebevoller Handarbeit Apfelwichtel und Babysocken an. „Den Verkaufserlös möchten wir für Fortbildungen verwenden“, so Sass-Hasselblatt. Denn das FiNDus-Team leiste sehr stark auch psychologische Arbeit, für die regelmäßige Fortbildungen besonders wichtig seien.
Kochen nach Wilhelmsburger Art

Wilhelmsburg, 25. November 2011 – Seit kurzem kochen Mitarbeiter und Gäste der Tagespflege der Diakoniestation Wilhelmsburg regelmäßig selbst. Dreimal pro Woche schwingen sie den Kochlöffel und hantieren mit Pfannen und Töpfen, um ihre Lieblingsspeisen selbst zuzubereiten – jedes Mal ein großer Spaß!
Vor einigen Wochen kauften die Mitarbeiterinnen der Tagespflege an der Rotenhäuser Straße 84 kurz entschlossen neue Küchenutensilien, um die große Küche der Tagespflegeeinrichtung besser zu nutzen. Kochen sollten nicht die Mitarbeiter, sondern vor allem die Tagesgäste. Sie sollten ihren Vormittag aktiv gestalten, Spaß haben und ihre Fähigkeiten wiederentdecken. Die Idee kommt so gut an, dass bereits dreimal pro Woche gemeinsam gekocht wird. Kathrin Behr, Pflegefachkraft und Mitarbeiterin der Einrichtung: „Wir sind selbst überrascht. Offenbar haben wir den Geschmack unserer Gäste getroffen.“ Kein Wunder. Die Gäste – täglich sind etwa 15 im Haus – bestimmen wie im Restaurant selbst, was auf den Teller kommt. Sie bevorzugen Deftiges: Fleisch, Soße, Kartoffeln, frisches Gemüse – so kennen und mögen sie es von früher. Kathrin Behr verrät: „Gehacktes ist derzeit der Renner.“
Es wird nicht nur gemeinsam geputzt, geschnibbelt und umgerührt. Auch der Speiseplan wird kollektiv beraten. Untergebuttert wird keiner. Behr: „Für unseren türkischen Tagesgast achten wir immer besonders darauf, dass es passt.“ Beim Einkauf der Zutaten sind Frische und Regionalität Trumpf. „Natürlich legen wir Wert darauf, dass frische, gesunde und vitaminreiche Zutaten in den Topf kommen. Wenn es geht, kommt die Ware aus der Region“, betont die Pflegefachkraft.
Monika Göke hat ihr Leben lang gern gebacken. Jetzt kocht die 64-Jährige regelmäßig mit: „Ich finde es toll, dass wir gemeinsam entscheiden und kochen. Das macht Spaß und schweißt zusammen.“ Wer keine Freude am Herd hat, muss nicht helfen. Zu den Vormittagsangeboten gehört unter anderem Zeitung lesen, einzeln oder gemeinsam. Auch Menschärgere-dich-nicht steht hoch im Kurs. Behr: „Jeder macht, was ihm gut tut. Dass es in unserer Küche regelmäßig wuselt und wimmelt – das freut mich aber doch. Aus den besten Rezepten werden wir bald ein eigenes Kochbuch anfertigen. Das könnte ein Bestseller werden, nicht nur hier auf der Elbinsel“, ergänzt Behr mit einem Augenzwinkern.
Ausprobieren erwünscht - Probetage in der Tagespflege

Norderstedt, 10. November 2011 – Glücklich, aber auch eine wenig erschöpft sitzt Meta Preugszas in ihrem Lieblingssessel am Fenster. Gemeinsam mit anderen Gästen der Tagespflege Norderstedt der Pflegediakonie hat sie gerade ihre Bewegungsstunde absolviert. Es wurde ausgelassen getanzt an diesem Vormittag.
„Das Tanzen war sehr erheiternd, da komme ich auf meine alten Tage nochmal so richtig in Schwung“, scherzt die 90-Jährige. Seit Juli besucht sie regelmäßig die Tagespflege im Seniorenzentrum Garstedt, nachdem sie zunächst zwei Probetage absolvierte. „Meine Tochter hatte mich dafür angemeldet“, erzählt Preugszas. „Zuerst war ich unsicher, ob ich mich in einer unbekannten Umgebung und unter fremden Menschen wohl fühlen würde. Aber dann waren alle so nett, dass ich gerne öfter kommen wollte.“
„Die Probetage sind ein fester Bestandteil unseres Angebots, denn wir möchten interessierten Kunden die Möglichkeit geben, uns und unsere Einrichtung kennen zu lernen“, erklärt Birgit Schwarz-Nenninger, Leiterin der Tagespflege Norderstedt. „Damit dabei auch alle Bedürfnisse des Kunden berücksichtigt werden, gestalten wir diese Tage ganz individuell.“ So bestehe die Möglichkeit, dass die Gäste abgeholt werden oder von ihren Angehörigen gebracht, führt Schwarz-Nenninger weiter aus. Im Laufe der Tage zeigt ihnen eine Mitarbeiterin dann die gesamte Einrichtung und stellt den Gästen die Tagesangebote vor, an denen sie teilnehmen können. Meta Preugszas schätzt dieses Engagement. „Ich habe mich von Anfang an angenommen gefühlt“, sagt sie. „Alleine zu Hause zu sitzen ist natürlich keine Alternative, aber ich muss mich woanders schon wohlfühlen.“ Und das tue sie hier, bestätigt die ältere Dame. Statt alleine zu sein, verbringt sie ihre Zeit jetzt gemeinsam mit ihrer Freundin Edith Jeschke. Die beiden haben sich in der Tagespflege kennengelernt.
Angehörige gerne gesehen
„Wir wissen natürlich um die Sorgen unserer Kunden“, erklärt Katrin Zehl, Prokuristin der Diakonischen Kranken- und Altenpflege. “„Pflege ist Vertrauenssache, darum haben wir für alle Einrichtungen der Pflegediakonie unverbindliche und kostenfreie Beratungs-, Besichtigungs- und Probetermine geschaffen, die im Bedarfsfall auch in der Häuslichkeit der Interessenten stattfinden können.“ Schwarz-Nenninger und Zehl wissen aus Erfahrung, dass viele Menschen große Unsicherheit empfinden, wenn sie hilfe- oder pflegebedürftig werden. Die Nutzung auf Probe soll das Angebot transparenter machen und einen langsamen Einstieg in die tagespflegerische Betreuung unterstützen. Daher werden auch die Angehörigen je nach ihren Wünschen und Möglichkeiten aktiv in die Gestaltung mit einbezogen. „Sofern sie es wollen, können die Angehörigen gerne an den Probetagen teilnehmen“, sagt Schwarz-Nenninger.
Auch Meta Preugszas ist zunächst mit ihrer Tochter gekommen. Beide waren schnell überzeugt. „Hier ist immer etwas los“, lacht die 90-Jährige, „und alle strahlen so eine Fröhlichkeit aus. Außerdem werde ich ganz wunderbar versorgt. Besser geht es doch gar nicht.“
Mit Gottes Hilfe

Bönningstedt, 2. November 2011 – „Damit ihr auch einmal gesagt bekommt, dass ihr eure Arbeit nicht alleine macht, sondern immer mit Hilfe Gottes.“ Mit diesen Worten eröffnete Sabine Denecke, Pastorin der Ev.-Luth. Simon-Petrus Kirche, am vergangenen Sonntag den Segnungsgottesdienst für die Mitarbeitenden der Diakoniestation Bönningstedt. Im Beisein der Gemeinde sprachen sie und Pastorin Dr. Birgit Vocka von der Ev.-Luth. Dietrich-Bonhoeffer-Kirche den Mitarbeitenden anschließend Gottes Segen zu.
Segnungsgottesdienste haben eine feste Tradition in der Arbeit der Diakoniestationen der Pflegediakonie. „Der Christliche Glaube ist eng mit unserer Unternehmenskultur verbunden. Daher pflegen wir nicht nur weltanschaulich, sondern auch praktisch eine enge Bindung zur Kirche und organisieren regelmäßig Gottesdienste mit den Gemeinden“, so Katrin Zehl. Die Prokuristin der Diakonischen Kranken- und Altenpflege wurde als Vertreterin der Geschäftsstelle ebenfalls gesegnet.
Die enge Bindung zur Kirchengemeinde wird in Bönningstedt nicht nur beim Gottesdienst deutlich: Die Räumlichkeiten der Diakoniestation sind direkt in dem modernen Kirchengebäude untergebracht. Berthold Bernau, Pflegedienstleiter der Station und Pastorin Denecke sitzen Tür an Tür: „Pastorin Denecke ist sehr eng in unser Team eingebunden und unterstützt uns und unsere Kunden mit viel Engagement. Unser Schwerpunkt ist die Spezialisierte ambulante Palliativversorgung. Viele unserer Kunden begleiten wir auf ihrem letzten Weg, das zehrt auch an erfahrenen Pflegekräften. Daher gibt uns diese Nähe sehr viel Kraft.“
Umgekehrt ist die Wertschätzung nicht geringer. In ihrer Predigt machte Pastorin Denecke deutlich, wie wichtig die Arbeit der Pflegerinnen und Pfleger ist: „So wie Jesus sich einst den Menschen zuwandte, so gehört es zu der Qualität eurer Arbeit, dass ihr Pflegebedürftigen zeigt, dass sie geliebte Geschöpfe Gottes sind. Ihr seid die Menschen, die ein Gesicht der Kirche in die Häuser der Betroffenen hineinbringen.“
