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Pflegediakonie unterstützt Obdachlose

(v.l.n.r.) Propst Thomas Drope, Ev.-Luth. Kirchenkreis Hamburg-West/Südholstein, Marten Gereke, Geschäftsführer der Pflege-diakonie, Bischöfin Kirsten Fehrs des Sprengel Hamburg und Lübeck, Christian Winter, Geschäftsführer von EvaBau-West, Christiane Win-ter, Vorsitzende des Kirchenvorstands Christianskirche-Osterkirche  und Detlef Scheel, Senator der Behörde für Arbeit, Soziales, Familie und Integration

Hamburg-Ottensen, 22. Dezember 2011 – Das Rumond-Walther-Haus der Pflegediakonie wird in diesem Winter Stützpunkt des Winternotprogramms der Stadt Hamburg. Das Alten- und Pflegeheim in Ottensen steht seit Mitte November leer und soll im kommenden Jahr komplett erneuert werden.

Kirche und Diakonie erkannten sofort die Chance, mit wenigen Handgriffen auch etwas für Obdachlose zu tun und Winterplätze einzurichten. Die Hamburger Sozialbehörde begrüßte ihre Idee. Die passenden Betten und eine Teeküche waren rasch besorgt. Auch das Altonaer Bauamt spielte mit und genehmigte zügig. Noch vor Weihnachten stehen damit 40 neue Plätze im Rahmen des Hamburger Winternotprogramms zur Verfügung – alle in zentraler Lage und betreut.

Sozialsenator Detlef Scheele sieht in diesem Schritt den Beweis, dass Versprechen eingelöst werden: „In Hamburg soll niemand auf der Straße übernachten müssen, das habe ich den Obdachlosen versprochen“, so Scheele.

Die neue Hamburger Bischöfin Kirsten Fehrs nannte die reibungslose Zusammenarbeit von Kirche, Diakonie und Stadt beispielhaft. Marten Gereke, Geschäftsführer der Pflegediakonie, lobte das Projekt ebenfalls und regte zur Nachahmung an. „Gute Ideen haben in dieser Stadt ihre Chance. Oft geht es ganz leicht. Die Zwischennutzung des Rumond-Walther-Hauses als Wohnraum für Obdachlose hat dies nachdrücklich demonstriert.“

BU: (v.l.n.r.) Propst Thomas Drope, Ev.-Luth. Kirchenkreis Hamburg-West/Südholstein, Marten Gereke, Geschäftsführer der Pflege-diakonie, Bischöfin Kirsten Fehrs des Sprengel Hamburg und Lübeck, Christian Winter, Geschäftsführer von EvaBau-West, Christiane Win-ter, Vorsitzende des Kirchenvorstands Christianskirche-Osterkirche und Detlef Scheel, Senator der Behörde für Arbeit, Soziales, Familie und Integration


Evakuierungsprobe

Gäste der Tagespflege Norderstedt und die Bewohner der Wohngemeinschaft Garstedt bei der Evakuierungsprobe

Norderstedt/Garstedt, 16. Dezember 2011 – Ein Feueralarm überraschte am 15. Dezember die Menschen im Seniorenzentrum Garstedt: Um 10.10 Uhr ertönte das Alarmsignal. Zum Glück war niemand in Gefahr.

Bei dem Alarm handelte es sich um eine Evakuierungsprobe für die Tagespflege und die Wohngemeinschaft für Menschen mit Demenz, offiziell begleitet von der Norderstedter Feuerwehr. „Uns ist es wichtig, dass wir genau wissen, wie wir im Ernstfall reagieren müssen“, erklärte Katrin Zehl von der Pflegediakonie. Unterstützt und begleitet von den Pflegekräften begaben sich die Gäste der Tagespflege und die Bewohner der Wohngemeinschaft an den gemeinsamen Sammelplatz. Eingehüllt in warme Decken mussten sie nur wenige Minuten warten, bis die Anwesenheit aller sichergestellt war. Dann ging es zurück in die behaglichen Räumlichkeiten. Zusammen mit der Feuerwehr setzten sich alle Verantwortlichen im Anschluss zu einer Nachbesprechung der Probe zusammen.

BU: Gäste der Tagespflege Norderstedt und die Bewohner der Wohngemeinschaft Garstedt bei der Evakuierungsprobe


Plätzchenduft und Weihnachtslieder

Birgit Schwarz-Nenninger (zweite von links), Leiterin der Tagespflege Garstedt, mit einigen Gästen der Adventsfeier.

Norderstedt/Garstedt, 5. Dezember 2011 – Kerzen, Plätzchen und Geselligkeit: Bei der Adventsfeier der Tagespflege im Seniorenzentrum Garstedt genossen die Tagesgäste mit ihren Angehörigen am Wochenende gemütliche Stunden.

„Es ist schön, sich im Advent Zeit zu nehmen, um mit den Verwandten zusammen zu sein und sich gemeinsam auf Weihnachten zu freuen“, sagt Birgit Schwarz-Nenninger, Leiterin der Tagespflege. Das Team der Pflegediakonie hat sich viel Mühe gegeben: Der Raum ist weihnachtlich geschmückt, es duftet nach Kaffee und Stollen. „Wir freuen uns, dass heute so viele Angehörige mitgekommen sind“, so Schwarz-Nenninger. „Die meisten haben ja nur am Wochenende Zeit und heute die Gelegenheit, die Einrichtung noch besser kennenzulernen. Es ist unser Ziel, besonders pflegende Angehörige zu entlasten, sie aber auch mit in unsere Arbeit einzubeziehen. So können wir für die Tagesgäste ein individuelles Betreuungskonzept nach ihren Bedürfnissen erstellen.“

An diesem Samstag vor dem zweiten Advent sind über den Tag verteilt etwa 50 Personen der Einladung in die Tagespflege im Seniorenzentrum Garstedt gefolgt. Im Alltag geht es sonst etwas ruhiger zu. „In der Woche sind täglich etwa zwölf Menschen hier zu Gast“, so Schwarz-Nenninger. „Wir kochen und essen gemeinsam, spielen Spiele, basteln oder machen Ausflüge. Jeder Tagesgast wird gemäß seiner Wünsche und Bedürfnisse betreut und beschäftigt.“ Natürlich kümmert sich das Team der Pflegediakonie auch um die pflegerische und medizinische Versorgung. Die Tagespflege ist besonders für Menschen geeignet, die im Alltag alleine nicht mehr gut zurecht kommen oder denen soziale Kontakte fehlen.

BU: Birgit Schwarz-Nenninger (zweite von links), Leiterin der Tagespflege Garstedt, mit einigen Gästen der Adventsfeier.


Ab in die Mitte

Mehrere große Umzugswagen parkten am letzten Novemberwochenende am Klopstockplatz

Hamburg, 5. Dezember 2011 – Am letzten Novemberwochenende war es soweit: Nach umfangreichen Vorbereitungen zogen alle Bewohner des Rumond-Walther-Hauses der Pflegediakonie gemeinsam um. Vom Standort am Klopstockplatz ging es in die Mitte des Bezirks Altona, in das völlig neu errichtete Bugenhagenhaus in Groß Flottbek.

Die Planung für die umfassende Renovierung des Rumond-Walther-Hauses steht seit langem fest: Im kommenden Jahr wird dieses Alten- und Pflegeheim zur Großbaustelle, auf der eine moderne Seniorenresidenz entsteht, die rund 90 Personen Wohnraum bieten wird, alles Einzelzimmer.

Logistische Herausforderung
Seit Wochen bereiteten die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter den Großumzug vor: Schränke leeren, aussortieren, Kisten packen und beschriften. „So ein Umzug ist eine große Sache. Natürlich waren wir alle angespannt. Immerhin sollten 38 Bewohner gleichzeitig umziehen. Da gehört einiges an Logistik dazu“, sagte Jörn Trilcke, Leiter des Rumond-Walther-Haus. Nicht nur das, denn die Mitarbeiter hatten immer ein offenes Ohr für die Sorgen, die sich einige Bewohnerinnen und Bewohner vor dem Ortswechsel machten.

Zur Vorbereitung gehörte die regelmäßige Information aller Beteiligten. Bewohner und Angehörige wurden brieflich auf dem Laufenden gehalten. Auch Infoabende dienten ihren Fra-gen und Wünschen. „Unsere Mitarbeiter kommen alle mit an den neuen Standort in Groß Flottbek. Das wussten die Bewohner. Darum hatten sie Vertrauen ins Gelingen“, erläutert der Heimleiter. Einige Bewohner haben sich zudem vorab im Bugenhagenhaus umgesehen und waren deshalb optimistisch.

Auf nach Flottbek
Am Umzugstag selbst lief es wie am Schnürchen. Ein routiniertes Umzugsunternehmen fuhr mit drei riesigen Umzugswagen vor und sorgte für den Möbeltransport. Die Mitarbeiter in der Pflege kümmerten sich um die Bewohner.

So empfand es auch Richard Schöddert (79), seit sechs Jahren Bewohner des Rumond-Walther-Hauses: „Es war alles perfekt vorbereitet. Um meine Zinnsoldaten-Sammlung habe ich mir allerdings etwas Sorgen gemacht. Aber sie ist unter meiner persönlichen Aufsicht erfolgreich nach Groß Flottbek marschiert“. Dort freut sich der frühere Schiffskoch nun über ein schönes Zimmer mit eigenem Bad.

Christin Bong-Schmidt, Assistentin der Heimleitung im Bugenhagenhaus, sorgte dafür, dass alle Umgezogenen in Groß Flottbek mit Kaffee, Tee und einem Unterhaltungsprogramm begrüßt wurden – Herzlichkeit von Anfang an, so lautete die Devise.

Dank an die Helfer
„Fast überwältigt war ich von der Hilfe durch Ehrenamtliche und Angehörige. Allein 15 Freiwillige waren vor Ort, um mit anzupacken und zu betreuen. Von unserer Seite dafür ein ganz besonders herzliches Dankeschön!“, betont Bong-Schmidt.

Wer von den 38 Neuankömmlingen in rund eineinhalb Jahren wieder zurück ziehen wird in das neu gestaltete Rumond-Walther-Haus, wird sich zeigen. Jörn Trilcke: „Die Bewohner entscheiden das selbst. Wir freuen uns natürlich über jeden Rückkehrer“.

BU: Mehrere große Umzugswagen parkten am letzten Novemberwochenende am Klopstockplatz


Alles für die Kinder

FiNDus: Diese handgestrickten Babysocken suchen unter anderem am 6. Dezember neue Besitzer gegen Spenden

Itzehoe, 25. November 2011 – Apfelwichtel und handgestrickte Babysocken – das sind die vorweihnachtlichen Wahrzeichen von FiNDus, der Familienbegleitung der Pflegediakonie. Gemeinsam mit der Sozialberatung des Diakonischen Werks des Kirchenkreises verkauft das Team am 6. Dezember die kleinen Geschenke auf dem Itzehoer Weihnachtsmarkt gegen Spenden.

„Familien in Notsituationen – Diakonie unterstützt“ dafür steht FiNDus. „Nicht für jede Familie bringt die Vorweihnachtszeit
Ruhe und Besinnlichkeit. Krisensituationen wie Krankheiten oder chronische Überlastungen können das Familienleben vor große Probleme stellen“, sagt die Leiterin von FiNDus, Benita von Sass-Hasselblatt. Dass solche Krisen möglichst schnell überwunden werden können, dafür sorgt das Team von FiNDus im Kreis Pinneberg und seit Mai auch in Itzehoe. Zusammen mit der Sozialberatung des Diakonischen Werks ist der zweite Standort der Familienbegleitung im ehemaligen Katasteramt beheimatet. Vor dem Gebäude in der Kirchenstraße 5, in dem sich auch das Café-Restaurant „himmel + erde“ befindet, wird am Nikolaustag, 10 bis 18 Uhr, der gemeinsame Stand aufgebaut sein. Vor allem Kinder und Familien sollen durch ihn angesprochen werden.
Seit Tagen fertigen die Mitarbeiterinnen dafür in liebevoller Handarbeit Apfelwichtel und Babysocken an. „Den Verkaufserlös möchten wir für Fortbildungen verwenden“, so Sass-Hasselblatt. Denn das FiNDus-Team leiste sehr stark auch psychologische Arbeit, für die regelmäßige Fortbildungen besonders wichtig seien.

BU: FiNDus: Diese handgestrickten Babysocken suchen unter anderem am 6. Dezember neue Besitzer gegen Spenden


Kochen nach Wilhelmsburger Art

Kochen in der Tagespflege Wilhelmsburg: Werner Walz, Kathrin Behr, Claudia Müller, Monika Göke (v.l.n.r.)

Wilhelmsburg, 25. November 2011 – Seit kurzem kochen Mitarbeiter und Gäste der Tagespflege der Diakoniestation Wilhelmsburg regelmäßig selbst. Dreimal pro Woche schwingen sie den Kochlöffel und hantieren mit Pfannen und Töpfen, um ihre Lieblingsspeisen selbst zuzubereiten – jedes Mal ein großer Spaß!

Vor einigen Wochen kauften die Mitarbeiterinnen der Tagespflege an der Rotenhäuser Straße 84 kurz entschlossen neue Küchenutensilien, um die große Küche der Tagespflegeeinrichtung besser zu nutzen. Kochen sollten nicht die Mitarbeiter, sondern vor allem die Tagesgäste. Sie sollten ihren Vormittag aktiv gestalten, Spaß haben und ihre Fähigkeiten wiederentdecken. Die Idee kommt so gut an, dass bereits dreimal pro Woche gemeinsam gekocht wird. Kathrin Behr, Pflegefachkraft und Mitarbeiterin der Einrichtung: „Wir sind selbst überrascht. Offenbar haben wir den Geschmack unserer Gäste getroffen.“ Kein Wunder. Die Gäste – täglich sind etwa 15 im Haus – bestimmen wie im Restaurant selbst, was auf den Teller kommt. Sie bevorzugen Deftiges: Fleisch, Soße, Kartoffeln, frisches Gemüse – so kennen und mögen sie es von früher. Kathrin Behr verrät: „Gehacktes ist derzeit der Renner.“

Es wird nicht nur gemeinsam geputzt, geschnibbelt und umgerührt. Auch der Speiseplan wird kollektiv beraten. Untergebuttert wird keiner. Behr: „Für unseren türkischen Tagesgast achten wir immer besonders darauf, dass es passt.“ Beim Einkauf der Zutaten sind Frische und Regionalität Trumpf. „Natürlich legen wir Wert darauf, dass frische, gesunde und vitaminreiche Zutaten in den Topf kommen. Wenn es geht, kommt die Ware aus der Region“, betont die Pflegefachkraft.

Monika Göke hat ihr Leben lang gern gebacken. Jetzt kocht die 64-Jährige regelmäßig mit: „Ich finde es toll, dass wir gemeinsam entscheiden und kochen. Das macht Spaß und schweißt zusammen.“ Wer keine Freude am Herd hat, muss nicht helfen. Zu den Vormittagsangeboten gehört unter anderem Zeitung lesen, einzeln oder gemeinsam. Auch Menschärgere-dich-nicht steht hoch im Kurs. Behr: „Jeder macht, was ihm gut tut. Dass es in unserer Küche regelmäßig wuselt und wimmelt – das freut mich aber doch. Aus den besten Rezepten werden wir bald ein eigenes Kochbuch anfertigen. Das könnte ein Bestseller werden, nicht nur hier auf der Elbinsel“, ergänzt Behr mit einem Augenzwinkern.

BU: Kochen in der Tagespflege Wilhelmsburg: Werner Walz, Kathrin Behr, Claudia Müller, Monika Göke (v.l.n.r.)


Ausprobieren erwünscht - Probetage in der Tagespflege

Meta Preugszas und ihre Freundin Edith Jeschke in der Tagespflege Norderstedt im Seniorenzentrum Garstedt der Pflegediakonie

Norderstedt, 10. November 2011 – Glücklich, aber auch eine wenig erschöpft sitzt Meta Preugszas in ihrem Lieblingssessel am Fenster. Gemeinsam mit anderen Gästen der Tagespflege Norderstedt der Pflegediakonie hat sie gerade ihre Bewegungsstunde absolviert. Es wurde ausgelassen getanzt an diesem Vormittag.

„Das Tanzen war sehr erheiternd, da komme ich auf meine alten Tage nochmal so richtig in Schwung“, scherzt die 90-Jährige. Seit Juli besucht sie regelmäßig die Tagespflege im Seniorenzentrum Garstedt, nachdem sie zunächst zwei Probetage absolvierte. „Meine Tochter hatte mich dafür angemeldet“, erzählt Preugszas. „Zuerst war ich unsicher, ob ich mich in einer unbekannten Umgebung und unter fremden Menschen wohl fühlen würde. Aber dann waren alle so nett, dass ich gerne öfter kommen wollte.“

„Die Probetage sind ein fester Bestandteil unseres Angebots, denn wir möchten interessierten Kunden die Möglichkeit geben, uns und unsere Einrichtung kennen zu lernen“, erklärt Birgit Schwarz-Nenninger, Leiterin der Tagespflege Norderstedt. „Damit dabei auch alle Bedürfnisse des Kunden berücksichtigt werden, gestalten wir diese Tage ganz individuell.“ So bestehe die Möglichkeit, dass die Gäste abgeholt werden oder von ihren Angehörigen gebracht, führt Schwarz-Nenninger weiter aus. Im Laufe der Tage zeigt ihnen eine Mitarbeiterin dann die gesamte Einrichtung und stellt den Gästen die Tagesangebote vor, an denen sie teilnehmen können. Meta Preugszas schätzt dieses Engagement. „Ich habe mich von Anfang an angenommen gefühlt“, sagt sie. „Alleine zu Hause zu sitzen ist natürlich keine Alternative, aber ich muss mich woanders schon wohlfühlen.“ Und das tue sie hier, bestätigt die ältere Dame. Statt alleine zu sein, verbringt sie ihre Zeit jetzt gemeinsam mit ihrer Freundin Edith Jeschke. Die beiden haben sich in der Tagespflege kennengelernt.

Angehörige gerne gesehen
„Wir wissen natürlich um die Sorgen unserer Kunden“, erklärt Katrin Zehl, Prokuristin der Diakonischen Kranken- und Altenpflege. “„Pflege ist Vertrauenssache, darum haben wir für alle Einrichtungen der Pflegediakonie unverbindliche und kostenfreie Beratungs-, Besichtigungs- und Probetermine geschaffen, die im Bedarfsfall auch in der Häuslichkeit der Interessenten stattfinden können.“ Schwarz-Nenninger und Zehl wissen aus Erfahrung, dass viele Menschen große Unsicherheit empfinden, wenn sie hilfe- oder pflegebedürftig werden. Die Nutzung auf Probe soll das Angebot transparenter machen und einen langsamen Einstieg in die tagespflegerische Betreuung unterstützen. Daher werden auch die Angehörigen je nach ihren Wünschen und Möglichkeiten aktiv in die Gestaltung mit einbezogen. „Sofern sie es wollen, können die Angehörigen gerne an den Probetagen teilnehmen“, sagt Schwarz-Nenninger.

Auch Meta Preugszas ist zunächst mit ihrer Tochter gekommen. Beide waren schnell überzeugt. „Hier ist immer etwas los“, lacht die 90-Jährige, „und alle strahlen so eine Fröhlichkeit aus. Außerdem werde ich ganz wunderbar versorgt. Besser geht es doch gar nicht.“

BU: Meta Preugszas und ihre Freundin Edith Jeschke in der Tagespflege Norderstedt im Seniorenzentrum Garstedt der Pflegediakonie


Mit Gottes Hilfe

Für ihre Arbeit gesegnet: Das Team der Diakoniestation Bönningstedt mit ihrem Leiter Berthold Bernau, Katrin Zehl von der Geschäftsstelle der Pflegediakonie und den Pastorinnen Sabine Denecke und Dr. Birgit Vocka

Bönningstedt, 2. November 2011 – „Damit ihr auch einmal gesagt bekommt, dass ihr eure Arbeit nicht alleine macht, sondern immer mit Hilfe Gottes.“ Mit diesen Worten eröffnete Sabine Denecke, Pastorin der Ev.-Luth. Simon-Petrus Kirche, am vergangenen Sonntag den Segnungsgottesdienst für die Mitarbeitenden der Diakoniestation Bönningstedt. Im Beisein der Gemeinde sprachen sie und Pastorin Dr. Birgit Vocka von der Ev.-Luth. Dietrich-Bonhoeffer-Kirche den Mitarbeitenden anschließend Gottes Segen zu.

Segnungsgottesdienste haben eine feste Tradition in der Arbeit der Diakoniestationen der Pflegediakonie. „Der Christliche Glaube ist eng mit unserer Unternehmenskultur verbunden. Daher pflegen wir nicht nur weltanschaulich, sondern auch praktisch eine enge Bindung zur Kirche und organisieren regelmäßig Gottesdienste mit den Gemeinden“, so Katrin Zehl. Die Prokuristin der Diakonischen Kranken- und Altenpflege wurde als Vertreterin der Geschäftsstelle ebenfalls gesegnet.

Die enge Bindung zur Kirchengemeinde wird in Bönningstedt nicht nur beim Gottesdienst deutlich: Die Räumlichkeiten der Diakoniestation sind direkt in dem modernen Kirchengebäude untergebracht. Berthold Bernau, Pflegedienstleiter der Station und Pastorin Denecke sitzen Tür an Tür: „Pastorin Denecke ist sehr eng in unser Team eingebunden und unterstützt uns und unsere Kunden mit viel Engagement. Unser Schwerpunkt ist die Spezialisierte ambulante Palliativversorgung. Viele unserer Kunden begleiten wir auf ihrem letzten Weg, das zehrt auch an erfahrenen Pflegekräften. Daher gibt uns diese Nähe sehr viel Kraft.“

Umgekehrt ist die Wertschätzung nicht geringer. In ihrer Predigt machte Pastorin Denecke deutlich, wie wichtig die Arbeit der Pflegerinnen und Pfleger ist: „So wie Jesus sich einst den Menschen zuwandte, so gehört es zu der Qualität eurer Arbeit, dass ihr Pflegebedürftigen zeigt, dass sie geliebte Geschöpfe Gottes sind. Ihr seid die Menschen, die ein Gesicht der Kirche in die Häuser der Betroffenen hineinbringen.“

BU: Für ihre Arbeit gesegnet: Das Team der Diakoniestation Bönningstedt mit ihrem Leiter Berthold Bernau, Katrin Zehl von der Geschäftsstelle der Pflegediakonie und den Pastorinnen Sabine Denecke und Dr. Birgit Vocka


Gemeinsam schmeckt es besser

Fast wie Familie: Karin Brökel mit ihren Gästen Ilse und Günther Loeding

Siek, 12. Oktober 2011 – Alljährlich am letzten Freitag vor den Herbstferien macht sich die Diakoniestation Siek bereit für einen ganz besondere Kaffee- und Kuchentreff. In ihrem ehrenamtlich organisierten Patientencafé im „Haus der Vereine“ genießen das Team und seine Kunden einen Nachmittag in großer Gesellschaft. Bei guten Gesprächen, lustiger Unterhaltung und natürlich reichlich Kuchen.

„Hauptthema sind ohne Frage die Rezepte“, lacht Karin Brökel, Pflegedienstleiterin der Diakoniestation. „Aus diesem Austausch ist vor Jahren überhaupt erst die Idee zum Patientencafé entstanden. Die Kunden haben oft darüber gesprochen, dass meine Mitarbeiterinnen einmal ihre Backkünste unter Beweis stellen sollen. Da haben wir uns überlegt, einen gemeinsamen Kaffeenachmittag zu organisieren.“ Ein voller Erfolg, dem inzwischen 11 Nachmittage folgten. Nicht zuletzt auch aufgrund des großen Engagements der Mitarbeiterinnen. So sind die Backwerke wie auch die gesamte Organisation – vom Fahrservice, über die Bedienung, bis zur Dekoration – ehrenamtliche Arbeit. „Ich bin sehr stolz auf mein Team, inzwischen ist das Patientencafé ein richtiger Selbstläufer“, sagt Brökel. Natürlich auch, weil die Mitarbeiterinnen selbst große Freude daran haben, das Team und die Kunden einmal im privateren Rahmen zu treffen und Zeit miteinander zu verbringen, erklärt sie.

Mit und für die Gemeinde Siek
Die Kunden wissen den Einsatz zu schätzen. „Bei uns gehört die Diakoniestation schon zur Familie. Seit 16 Jahren kommen die Pflegefachkräfte bereits zu uns“, erklärt Günther Loeding und seine Frau Ilse ergänzt: „Hier herrscht einfach eine ganz tolle, herzliche Gemeinschaft zwischen der Diakoniestation und den Kunden.“ Da lassen es sich viele nicht nehmen, selbst etwas beizusteuern. Günther Loeding liest Gedichte und Geschichten, am liebsten auf Plattdeutsch. Rund 40 Gäste lauschten diesmal seiner Geschichte über die nordische Frikadelle. Die junge Musikerin Julia, Tochter einer Mitarbeiterin der Diakoniestation, spielte ausgewählte Stücke auf ihrer Geige. Auch der Männergesangsverein „Liedertafel Siek“ gab sich die Ehre. Die Herren, die in diesem Jahr ihr 125-jähriges Jubiläum feiern, begleiten das Patientencafé seit der ersten Stunde. „Dieser Nachmittag ist auch für die Gemeinde in Siek. Viele unserer Kunden leben hier schon seit ihrer Jugend und kennen sich entsprechend. Doch die Gelegenheiten, sich zu treffen, werden seltener. Da freuen wir uns, etwas zur Gemeinschaft beitragen zu können“, schließt Brökel.

BU: Fast wie Familie: Karin Brökel mit ihren Gästen Ilse und Günther Loeding


Gleiches Haus – neue Tür

Siek, 29.September 2011 – Die Diakoniestation Friedenskirche Siek ist umgezogen. Seit dem September 2011 sitzen die Mitarbeiterinnen rund um Pflegedienstleitung Karin Brökel in der Hauptstraße Nr. 49 – vis á vis vom alten Büro.

„Das gleiche Haus, aber eine neue Tür“, lacht Karin Brökel. „Wir brauchten einfach mehr Platz. Für die 18 Mitarbeiterinnen und die vielen Unterlagen und Materialien war das alte Büro zu klein“, erklärt Brökel. „Alle haben mit angepackt, so dass wir die Kisten schnell von einer Tür zur nächsten tragen konnten.“ Das neue Büro ist etwa dreimal so groß. Nun ist wieder genug Platz für die Pflegeplanung und Mitarbeiterbesprechungen.
Die Diakoniestation Friedenskirche Siek bietet den Menschen in der Region Unterstützung in jeder Lebenslage. „Wir helfen Menschen im Alltag“, sagt Karin Brökel. Egal ob bei Krankheit oder im Alter. Das Angebot der Diakoniestation reicht von der Alltags- und Familienbegleitung über die hauswirtschaftliche Versorgung bis hin zu pflegerischen Leistungen auf einem hohen fachlichen Niveau. „Die meisten Menschen wünschen sich, auch im Alter oder bei Krankheit in ihrer vertrauten Umgebung bleiben zu können. Diesen Wunsch zu erfüllen, ist unser oberstes Ziel“, so Brökel.
Weitere Informationen bekommen Sie bei Karin Brökel unter 04107-850085.
www.pflegediakonie.de


Äpfel für Appen

Sorgten für Wiedererkennung: Der urige VW-Käfer und der Bollerwagen voller Äpfel der Diakoniestation Elbmarsch.

Moorrege, 26. September 2011 – Der 7. Festumzug zu Erntedank in Appen erhielt auch in diesem Jahr Unterstützung durch die Diakoniestation Elbmarsch. Mit dem alten VW-Käfer der Station und einem Bollerwagen voller Äpfel reihten sich Sonja Befeld, Leiterin der Diakoniestation, und ihr Helferteam in den Umzug ein.

„Ganz im Sinne unserer Arbeit verteilen wir die Äpfel an ältere und hilfsbedürftige Menschen, die dem Festumzug am Straßenrand beiwohnen“, erklärte Befeld. „Für die Kinder halten wir natürlich auch ein paar Bonbons bereit.“


Neuer Dienst, neue Chancen - Bufdi bei der Pflegediakonie

Pinneberg, 12. August 2011 – Mit jedem Ende kommt ja bekanntlich ein neuer Anfang: Nach der Abschaffung des Zivildienstes steht der Bundesfreiwilligendienst bereits in den Startlöchern. Die Pflegediakonie begrüßt dabei, dass mit der Öffnung für alle Altersgruppen der neue Dienst ungeahnte Chancen schafft – nicht nur für Schulabgänger.

„Es sollte schließlich jeder Mensch, gleich welchen Alters, die Chance haben, einen Beitrag in der sozialen Arbeit zu leisten“, erklärt Katrin Zehl, Prokuristin der Pflegediakonie. „Das gilt für junge Menschen die erste Erfahrungen machen wollen genauso, wie für ältere Generationen, die den beruflichen Widereinstieg suchen.“
Im Rahmen des Bundesfreiwilligendiensts sind diese Voraussetzungen nun geschaffen. Die Pflegediakonie setzt sich daher für die Bewerbung von älteren Zielgruppen ein. „Der Großteil unserer Kunden ist ja schon älter, da sind junge Menschen natürlich eine willkommene Ergänzung. Aber erfahrene Mitarbeiter, die bereits mit beiden Beinen im Arbeitsleben standen, bringen oft wertvolle Vorkenntnisse mit ein“, erklärt Zehl.

Unterschiedliche Anforderungen ergeben sich auch aus den unterschiedlichen Aufgaben, die der Arbeitsalltag des Unternehmens hervorbringt. Neben neun Diakoniestationen, gehören zwei stationäre Einrichtungen zur Pflegediakonie sowie zahlreiche Tagespflegen und zwei Wohngemeinschaften für Menschen mit Demenz.

Mit dem Bufdi zurück ins Arbeitsleben
Diese Vorkenntnisse und Erfahrungen können während des Einsatzes in der Pflegediakonie zusätzlich ergänzt werden. In Zusammenarbeit mit seinem Dachverband, dem Diakonischen Werk Schleswig-Holstein, bietet das Unternehmen seinen Freiwilligen verschiedene Optionen zur Weiterbildung.
„Für die FSJler und Zivis unserer Mitgliedsunternehmen haben wir bereits seit Jahren Weiterbildungskurse zur beruflichen Orientierung im Angebot. Die Rahmenbedingungen des Bundesfreiwilligendienstes erlauben uns nun, dieses Angebot auszubauen“, bestätigt Manfred Klaar, vom Diakonischen Werk Schleswig-Holstein.
Personen ab 27 Jahre können in diesem Zusammenhang qualifizierte Weiterbildungen absolvieren, die es ihnen im Anschluss ermöglichen, als Betreuungsassistenten oder Pflegeassistenten tätig zu werden. Ein Ausbau der Qualifizierungsangebote ist geplant. „Insbesondere im Zuge des sich weiterhin verschärfenden Fachkräftemangels und der wachsenden Zahl Pflegebedürftiger wird auch bei uns die Nachfrage nach diesen Mitarbeitern steigen“, so Katrin Zehl.

Grundsätzlich sind die Stellen im Bundesfreiwilligendienst als Vollzeitstellen ausgelegt, andere Regelungen sind jedoch möglich. Berufliche Wiedereinsteiger können so zum Beispiel zunächst halbtags tätig werden.

Für mehr Informationen zum Bundesfreiwilligendienst bei der Pflegediakonie steht Ihnen die Geschäftsstelle unter der (04101) 517 90 80 0 zur Verfügung.


Qualitätsurteil „Sehr gut“

Pflegedienstleitung Jutta Bornholdt (sitzend, 2. v. li.) und ihr Team am neuen Standort Pinneberg

Kummerfeld, 19. Juli 2011 – Tolles Ergebnis für die Diakoniestation Kummerfeld/Pinneberg: Im April 2011 führte der Medizinische Dienst der Krankenversicherung (MDK) eine Qualitätsprüfung an den beiden Standorten der Diakoniestation durch. Mit der Note 1,2 liegt das Ergebnis weit über dem Landesdurchschnitt.

„Wir sind sehr stolz auf das erfolgreiche Abschneiden“, freut sich Jutta Bornholdt, Pflegedienstleiterin der Diakoniestation Kummerfeld/Pinneberg. „Unsere Mitarbeiterinnen arbeiten auf einem hohen fachlichen Niveau und engagieren sich stark für die Menschen in der Region. Das tolle Ergebnis der Qualitätsprüfung bestätigt uns darin, unsere Arbeit auch zukünftig so fortzuführen.“
Seit über 50 Jahren betreut die Diakoniestation hilfs- und pflegebedürftige Menschen in Kummerfeld, Pinneberg und Umgebung. Besondere Qualifikationen haben die Mitarbeiterinnen in den Bereichen Palliativpflege, Wundmanagement und der Betreuung demenziell erkrankter Menschen.

Der Pinneberger Standort der Diakoniestation öffnete erst im vergangenen Oktober seine Türen. Damit weitete die Pflegediakonie ihre Angebotsleistungen für die Menschen in Pinneberg und Umgebung zusätzlich aus.


Seniorenzentrum Garstedt feiert offizielle Einweihung

Birgit Schwarz-Nenninger, Leiterin der Tagespflege Garstedt, Propst Dr. Karl-Heinrich Melzer, Katrin Zehl, Leiterin  der Demenz-WG, Propst Thomas Drope, Pastorin Maren von der Heide und Marten Gereke, Geschäftsführer der Pflegediakonie.

Norderstedt/Garstedt, 30. Juni 2011 – Der Blumenstrauß ist so groß, dass die zwei Hände ihn kaum halten können. Ein verlegenes Lächeln huscht über das Gesicht der Frau, die ihn hält. Ihr Blick fällt auf den Mann neben ihr und aus Verlegenheit wird Dankbarkeit.

„Anlässlich der offiziellen Einweihung des Seniorenzentrums hier in Garstedt möchten mein Mann und ich uns von ganzem Herzen bedanken, dass er hier bei Ihnen ein so wunderbares Zuhause gefunden hat“, erklärt Frau Nagel. Ihr Ehemann ist einer der ersten Bewohner der Demenz-WG im Seniorenzentrum Garstedt, das bereits im Januar dieses Jahres seine Tore geöffnet hat.

Jetzt feiern Bauherren, Bewohner, Unterstützer und die Nachbarschaft gemeinsam den Bauabschluss des Projekts, das seither den Menschen in Garstedt eine Vielzahl von Wohnalternativen im Alter bietet. Neben der Wohngemeinschaft für demenziell erkrankte Menschen befinden sich in dem Neubau in der Kirchenstraße 12b verschiedene Wohnungen mit Servicebetreuung und eine Tagespflege.

„Heutzutage möchten die Menschen auch im Alter selbstbestimmt und eigenständig leben. Als wir vor zwei Jahren den Grundstein für das Seniorenzentrum hier in Garstedt legten, wollten wir diesen Wünschen Rechnung tragen“, unterstreicht Marten Gereke, Geschäftsführer der Pflegediakonie, die Besonderheiten. „Der Weg war nicht immer einfach, aber er hat sich gelohnt!“ Die Wohnungen und ein Großteil der Zimmer in der Wohngemeinschaft sind bereits vermietet und auch die Tagespflege freut sich über regen Besuch.

Treffpunkt für Jung und Alt

„Unser Ziel war es, einen Lebensraum für ältere Menschen zu schaffen mit einer fröhlichen, lebendigen Atmosphäre, in der sie sich wertgeschätzt fühlen“, fasst Katrin Zehl, Prokuristin der Diakonischen Kranken- und Altenpflege, das Konzept zusammen. „Dass wir damit richtig liegen, haben uns die vielfältigen Ermutigungen gezeigt, die wir auf unserem Weg hierher erfahren haben.“ Zu den Unterstützern zählen viele Vertreter aus der Kirche und Nachbarschaft. Darunter Propst Drope der Kirchengemeinde Hamburg-West/Südholstein und Maren von der Heyde vom Diakonischen Werk des Kirchenkreises Hamburg West Südholstein, die begeistert sind von der Gemeinschaft, die sich hier mit dem Seniorenzentrum in Angrenzung an eine Kirchengemeinde und eine Kindertagesstätte bildet. Doch die größte Ermutigung ist wohl das Strahlen in den Gesichtern der Bewohner und Tagesgästen selbst, die wie Herr Nagel und seine Frau, den Trubel der Feierlichkeiten sehr genossen.


Soweit der Wind sie trägt

Die Gewinner des Luftballon-Weitflug-Wettbewerbs mit Vertretern des Diakonischen Werks und der Familienbegleitung FiNDus der Pflegediakonie

Pinneberg, 17. Juni 2011 – Zahlreiche Luftballons traten Ende Januar eine ganz besondere Reise an. Anlässlich der Eröffnung des Restaurants „Himmel & Erde“ im Alten Katasteramt, veranstalteten das Diakonische Werk Rantzau-Münsterdorf gemeinsam mit FiNDus, der Familienbegleitung der Pflegediakonie, einen Luftballon-Weitflug-Wettbewerb.


Jetzt stehen die Gewinner fest: Hans Konrad (79) und Maren Reese (41) aus Itzehoe. Während Hans Konrads Luftballon im ca. 260 km entfernten Greven nördlich von Münster seine Reise beendete, zog es den Ballon von Maren Reese über 400 km weit an die deutsch-niederländische Grenze bis ins Dorf Niederkrüchten.


Benita von Sass-Hasselblatt von FiNDus und Guido Machatzke vom Diakonischen Werk überreichten den beiden Luftballon-Haltern nun Gutscheine für das Restaurant, mit dem sie das Haus teilen. Beide sind im Tiefparterre des Katastaramts mit jeweils einer Beratungsstelle vertreten.


Erster eigener Nachwuchs

Auszubildende in Wilster

Wilster, 20. Mai 2011 – Seit Oktober 2010 beschäftigt die Diakoniestation Wilster zwei Azubis. Die angehenden Fachkräfte für Altenpflege Petra Taylor (42) und Edith Radtke (45) sind eigentlich alte Hasen in der Pflege. Mit der Fachausbildung wollen sie ihr Wissen und Können auf den neuesten Stand bringen.

Der Werdegang der beiden Frauen ist mindestens so vielfältig wie der Beruf, den sie so lieben: Die eine gelernte Floristin, die andere Bäckereifachverkäuferin, rutschten beide eher zufällig in die Pflege. „Als ich einmal meine Kinder zur Kirche brachte, fiel mir dort eine Anzeige ins Auge, in der eine Haushaltspflege gesucht wurde. Ich bewarb mich und bekam den Job“, erzählt Radtke. „Das war vor 15 Jahren!“ Petra Taylor sammelte ihre ersten Erfahrungen während eines Au-Pair Aufenthalts in Großbritannien. An ihren freien Vormittagen arbeitete sie dort in einem Pflegeheim. „Es heißt ja oft, Pflege könne jeder. Dabei braucht man einen ganz besonderen Bezug zu Menschen und vor allem viel Fachkenntnis“, findet Taylor. Um zukünftig optimal für ihren Einsatz als Pflegekraft vorbereitet zu sein, fasste sie schließlich den Entschluss, doch noch einmal die Schulbank zu drücken. Auch Edith Radtke hat jede Chance zur Fortbildung genutzt: „Ich finde es wichtig, immer auf dem neuesten Stand zu sein. Sicherlich war mir zu Beginn ein wenig mulmig, noch einmal Klausuren schreiben zu müssen, aber jetzt macht mir das Lernen richtig Spaß.“

Investition in die Zukunft
An Engagement für die Ausbildung fehlt es beiden Frauen sicher nicht. Erika Schürmann, Pflegedienstleiterin der Diakoniestation Wilster, freut sich über den gelungenen Aufwand: „Man übernimmt schon große Verantwortung mit dem Einsatz von Auszubildenden. Wir sind sehr zufrieden.“
Für die beiden Frauen ein wichtiges Lob. „Es gibt mir sehr viel, wenn ich weiß, ich bin immer wieder willkommen, weil ich gute Arbeit geleistet habe“, sagt Radtke und ihre Mitschülerin nickt. Diese Einstellung kommt auch der Diakoniestation zugute, die für ihren ersten Ausbildungsjahrgang mit der Station in Elmshorn zusammen arbeitet. Die gemeinsame Praxisanleiterin unterstützt die Auszubildenden bei der Koordination und praktischen Umsetzung der dreijährigen Ausbildung, nach deren Abschluss Erika Schürmann die beiden gern weiterbeschäftigen würde: „Die Einführung von Ausbildungsplätzen ist auch eine Investition in die Zukunft. Wir freuen uns daher, im Anschluss an die Ausbildung zwei sehr erfahrene und kompetente Fachkräfte im Team zu haben.“


Familiäre Atmosphäre und persönliche Betreuung

Dr. Gert Nagel und seine Frau Gisela mit dem Team der Wohngemeinschaft

Norderstedt/Garstedt, 12. Mai 2011 – Gemeinsam kochen, essen, klönen oder basteln – das gehört zum Alltag in der ambulant betreuten Wohngemeinschaft für Menschen mit Demenz in Garstedt. Zwölf hilfs- und pflegebedürftige Menschen leben hier in einem Haushalt zusammen. Das Besondere an diesem Wohnprojekt der Pflegediakonie: Der Alltag wird gemeinsam gelebt und ein größtmögliches Maß an Eigenständigkeit erhalten – trotz Demenz.

„Auch im Alter und wenn es gesundheitliche Einschränkungen gibt, wünschen sich die Menschen ein selbstbestimmtes Leben“, sagt Katrin Zehl, Leiterin der noch jungen Wohngemeinschaft. Im Februar zog die erste Mieterin in die neue Wohngemeinschaft ein. „Menschen mit Demenz haben besondere Bedürfnisse und brauchen ein individuell abgestimmtes Betreuungskonzept. Die Organisation eines Alltags, der an einem Ablauf im eigenen Haushalt orientiert ist, und die Förderung und der Erhalt der Bewegungskompetenz sind wesentliche Kerngedanken unseres Konzepts“, erklärt Zehl. In der Wohngemeinschaft in der Kirchenstraße hat jeder sein eigenes Apartment, mit altengerechtem Bad und WC. Der Alltag der Mieter findet überwiegend in dem gemütlichen Wohnzimmer und der großen Wohnküche statt: In familienähnlicher Atmosphäre wird zusammen gekocht, gegessen und geklönt. Die Mitarbeiterinnen der Pflegediakonie strukturieren und gestalten mit den Mieterinnen und Mietern den Tag und geben so Orientierung und Sicherheit. „Durch die Wohngemeinschaft wird ein kommunikativer und gemeinschaftlicher Rahmen geschaffen, welcher der Isolation des Einzelnen entgegenwirkt“, fasst Katrin Zehl zusammen.

Vertrauen in die Einrichtung
Das gefällt auch Gisela Nagel und ihrem Mann, Dr. Gert Nagel. Im März bezog der 77-Jährige sein gemütliches Zimmer mit den Möbeln von Zuhause. Für beide keine leichte Entscheidung. „Uns haben vor allem die familiäre Atmosphäre und die persönliche Betreuung überzeugt“, sagt Gisela Nagel. Wichtig ist für sie auch die Berücksichtigung der Biografie: „Durch eine ausführliche Befragung kennen die Mitarbeiterinnen den Lebenslauf meines Mannes, seine Vorlieben und Abneigungen bis hin zu seinen Lieblingsspeisen.“ Wie wertvoll diese Biografiearbeit und die Einbeziehung der Angehörigen ist, weiß auch Katrin Zehl: „Damit schaffen wir Entlastung für die Angehörigen und außerdem das gute Gefühl, dass die uns anvertrauten Menschen so respektiert und geachtet werden, wie sie sind.“

Noch Plätze frei
Seit Anfang des Jahres betreibt die Pflegediakonie das Seniorenzentrum Garstedt in Norderstedt. Hier gibt es neben der Wohngemeinschaft für Menschen mit Demenz auch eine Tagespflege und Wohnen mit Service. In der Wohngemeinschaft und der Tagespflege sind noch Plätze frei. Interessierte wenden sich an Katrin Zehl.

Telefon: (040) 593 52 24 26 oder mobil (0151) 55058910


FiNDus wächst: Familienbegleitung nun auch in Itzehoe

FiNDus hat Zuwachs bekommen. Die Familienbegleitung der Pflegediakonie hat im Januar eine Zweigstelle in der Kirchenstraße 5 in Itzehoe eröffnet. Unter der Telefonnummer (048 21) 604 82 41 ist das Team zu erreichen.
FiNDus kommt zum Einsatz, wenn in Familien mit besonderen Belastungssituationen die ausreichende Betreuung, Pflege und Erziehung der Kinder sowie die Führung des Haushaltes vorübergehend nicht mehr gewährleistet werden kann.

Weitere Informationen finden Sie hier.



Gesundheitsmesse in Prisdorf

Am Wochenende (11. und 12. März 2011) betreuten die Mitarbeiterinnen der Pflegediakonie einen Stand auf der Gesundheitsmesse der Apotheke Staggenborg im Prisdorfer Marktkauf. Informiert und beraten wurde zu den Diakoniestationen Kummerfeld, Pinneberg und der neuen Tagespflege in Pinneberg. Vielbesucht war der Stand der Pflegediakonie auch wegen der Blutzuckermessung – das Ergebnis konnten sich die Besucher in ihren persönlichen Gesundheitspass eintragen lassen. „Die Gesundheitstage bei Marktkauf sind für uns zu einer festen Einrichtung geworden: Jedes Jahr sind wir mit dabei“, so Jutta Bornholdt, Pflegedienstleitung der Diakoniestation Kummerfeld.


Pflegedienstleitung zum Anfassen

Pflegedokumentation, Mitarbeiterführung, Kundenbetreuung und Patientengespräche – die Aufgabenliste von Carsten Schrötter ist lang. „Eine genaue Berufsbeschreibung der Pflegedienstleitung? Ich würde sagen: eierlegende Wollmilchsau“, lacht Schrötter. Seit zehn Jahren arbeitet der 39-Jährige für die Diakoniestation Wilhelmsburg. Seit 2004 ist er als Pflegedienstleitung dafür Verantwortlich, dass es in der Pflege auf der Elbinsel rund läuft. „Der direkte Kontakt zu den Kunden ist mir besonders wichtig!“, sagt Carsten Schrötter. „Ich freue mich immer auf Beratungsgespräche, Pflegevisiten und Erstbesuche. So bekomme ich den besten Einblick und ein gutes Gespür für die Belange der Kunden. Das ist einfach schön, dieses unmittelbare Feedback.“

Aber auch innerhalb des Mitarbeiterteams der Diakoniestation ist ihm Austausch und gegenseitige Unterstützung wichtig: „Die Zusammenarbeit steht für mich im Vordergrund. Mir liegt viel daran, alle hier mit im Boot zu haben“, sagt Schrötter. Neben den regelmäßigen Dienstbesprechungen gibt es daher Gesprächsangebote, wie z.B. Supervision. Ein großes Fort- und Weiterbildungsangebot bietet den Mitarbeiterinnen zudem ständige Entwicklungsmöglichkeiten und Qualifikation. „Für qualifizierte und wertschätzende Pflege auf der Elbinsel“, so Schrötter.

Vernetzung und Austausch
Carsten Schrötter ist in Wilhelmsburg geboren und aufgewachsen. Mit seiner Frau und seinen zwei Kindern wohnt er inzwischen in Lüneburg. Doch ganz weg aus seiner Heimat war er nie. Gute Kontakte und eine starke Vernetzung in der Nachbarschaft machen Schrötter und die Diakoniestation Wilhelmsburg zu einem starken Partner für die Elbinsel. „Meinen Zivildienst und die Ausbildung zum Krankenpfleger habe ich im Krankenhaus Groß-Sand gemacht. Nach einigen Jahren in der Zentralen Notaufnahme wechselte er schließlich zur Diakoniestation Wilhelmsburg. „Die Arbeit im Krankenhaus hat mir immer viel Freude gemacht – aber der Schichtdienst vertrug sich nicht so gut mit zwei kleinen Kindern“, erzählt Schrötter augenzwinkernd. Die Arbeit in der ambulanten Pflege sei schon eine Umstellung gewesen. „Man bekommt einfach sehr viel mehr Eigenverantwortung“, so Schrötter. „Zudem arbeiten wir ganz im diakonischen Sinne: man ist häufiger mal Ansprechpartner für Probleme, die über die fachliche Pflege hinausgehen. Wir sehen den Menschen als Ganzes – und nicht nur seine Defizite. Das gefällt mir!“


Übung gibt Sicherheit

Lagerungsmaterialien zum Üben: Erika Schürmann bedankte sich bei Ursula Seddig und Martin Thede für die Spende

Das Kinaesthetics-Konzept ist aus dem Pflegealltag nicht mehr wegzudenken. Die Pflegediakonie schult daher regelmäßig das eigene Personal. Die Diakoniestation Wilster kann ihren Mitarbeitenden nun hochwertige Übungsmaterialien zur Verfügung stellen – dank einer Spende der Volksbank Elmshorn.

Kinaesthetics ist die Kunst oder Wissenschaft der Bewegungswahrnehmung. „Für unsere Mitarbeitenden ist es wichtig, das Gelernte immer wieder praktisch anzuwenden und zu üben. Das sorgt für Sicherheit im Umgang mit den Patienten“, erklärte Erika Schürmann, Pflegedienstleiterin der Diakoniestation Wilster. „Für die Patienten übernehmen die Kranken- und Pflegekassen die Kosten für Lagerungsmaterialien und Kissen – das gilt aber nicht für Übungsmaterial.“ Sie freue sich daher sehr über die Spende der Volksbank Elmshorn, die es ermöglichte, Kissen, Stützen und Rollen im Wert von 250 Euro anzuschaffen.
„Das haben wir gern gemacht“, sagte die Finanzberaterin der Volksbank Elmshorn, Ursula Seddig. „Es ist toll zu sehen, wie diese Spende ganz praktisch in den Alltag der Mitarbeitenden einfließt.“ Gemeinsam mit Martin Thede, der seit Anfang des Jahres die Filiale leitet, zeigte sie sich sehr interessiert an der Arbeit der Diakoniestation und dem Einsatz der Lagerungsma-terialien.
„Viele Pflegekräfte aber auch Angehörige gehen an ihre körperlichen Grenzen, wenn sie versuchen, den Patienten oder Angehörigen aus dem Rollstuhl ins Bett zu heben oder seine Liegeposition zu verändern“, erklärte Erika Schürmann. Das Kinaesthetics-Konzept biete grundlegendes Wissen zu Körperschwerpunkten, Gewichtsverlagerung oder dem Zusammen-spiel von Druck- und Zugbewegungen.
„Der Pflegeberuf ist körperlich anstrengend, da ist es wichtig zu wissen, wie man Beschwerden vorbeugt“, so Schürmann weiter. In diesem Jahr werden daher alle Mitarbeitenden der Diakoniestation Wilster, die in der Pflege tätig sind, eine Fortbildung in Kinaesthetics abgeschlossen haben.


"Neuen Lebensmut geschöpft"

Die Tagespflege bietet Betreuung und Pflege, damit hilfsbedürftige Menschen ihr Zuhause behalten und so selbständig wie möglich bleiben können – so wie für Rose Voß. Seit Eröffnung der Tagespflege der Pflegediakonie in Pinneberg fühlt sie sich als regelmäßiger Gast dort sehr wohl.

Die 87-Jährige ist demenziell erkrankt, lebt in einer eigenen Wohnung im Haus der Familie ihres Sohnes. Seit Oktober besucht sie dreimal wöchentlich die Tagespflege. „Ich war sehr froh, als dieses Angebot in unserer Nähe eröffnet wurde“, sagt ihre Schwiegertochter Andrea Voß. „Wir haben uns die Räume und alle Angebote angeschaut. Ich habe ein gutes Gefühl, wenn sie tagsüber dort ist.“ Ihr hilft, dass ihre Schwiegermutter sich auf die Tagespflege freut: „Das schmeckt so gut und alle sind so nett“, sagt Rose Voß. Sie genießt das Zusammensein mit anderen, dass man sich rund um die Uhr um sie kümmert, zusammen spielt, Musik macht, aber auch die Gelegenheit hat, sich zurückzuziehen. „Durch die Tagespflege hat meine Schwiegermutter neuen Lebensmut geschöpft. Für mich bedeutet die Tagespflege eine große Entlastung“, fasst Voß zusammen.

„Die Entlastung und die Zusammenarbeit mit den Angehörigen sind uns sehr wichtig“, erklärt Leiterin der Tagespflege Ulrike Kunath. „Wir bieten Unterstützung sowie Beratung für sie und unsere Gäste. Der gemeinsame Alltag kann dadurch leichter bewältigt werden.“ Wie dankbar viele Angehörige sind, zeigt sich auch an den Spenden für die Räumlichkeiten der Tagespflege – darunter ein altes Radio und ein Puppenwagen. „Wie in meiner Kindheit“, freut sich Rose Voß.

Noch Plätze frei
Am 1. Oktober öffnete die erste Tagespflege des neuen Kirchenkreises Hamburg West/Südholstein in Pinneberg ihre Türen. Das achtköpfige Team um Ulrike Kunath freut sich über die tolle Resonanz: Viele kommen täglich. „Unser Schwerpunkt liegt auf der Betreuung von Menschen mit eingeschränkter Alltagskompetenz und Menschen, die demenziell erkrankt sind“, so Kunath. Dafür seien die Räumlichkeiten in der Rockvillestraße gut geeignet. Mit der großen offenen Küche, zwei Ruheräumen, einem Gymnastikraum und dem großzügigen Flur bietet die Tagespflege viel Platz für Gruppenaktivitäten, aber auch Einzelbeschäftigungen und -gespräche.

Interessierte können sich für Fragen und eine Beratung an Ulrike Kunath wenden.
Tel.: (041 01) 855 74 40.


Diakonische Pflege auf der Elbinsel

Diakonische Pflege auf der Elbinsel

Die Diakonie Wilhelmsburg versorgt seit mehr als 30 Jahren hilfs- und pflegebedürftige Menschen auf der Elbinsel. Im Jahr 2011 werden die Angebote und Dienstleistungen erweitert und verbessert. Der neue Geschäftsführer Marten Gereke: „Für pflegebedürftige Menschen auf der Elbinsel ist die Diakonie Wilhelmsburg ein wichtiger Anlaufpunkt. Für sie wollen wir das diakonische Angebot optimieren und mit vielfältigen Angeboten ausbauen.“

Seit dem 1. Januar 2011 steht die Diakonie Wilhelmsburg unter der neuen Trägerschaft der Pflegediakonie. Kurz vor Weihnachten unterzeichneten die Vorstandsvorsitzende der Diakonie Wilhelmsburg, Pastorin Corinna Peters-Leimbach, der Geschäftsführer des Vorstandes, Hannsjörg Müller, und Marten Gereke, Geschäftsführer der Pflegediakonie, die Verträge. „Ich freue mich, dass die diakonische Arbeit in Wilhelmsburg auch weiterhin einen guten Weg gehen wird“, sagte Corinna Peters-Leimbach nach der Vertragsunterzeichnung.

„Das ist eine runde Sache“, unterstrich Hannsjörg Müller. „Wir stehen den Menschen auf der Elbinsel bei Pflegebedürftigkeit, Fragen und Nöten zur Seite. Mit einem starken Partner wie der Pflegediakonie ist das in Zukunft noch besser möglich.“ In Zeiten des Fachkräftemangels und wachsenden Anforderungen in der Pflege, sei es für kleine Anbieter wie die Diakonie Wilhelmsburg wichtig, sich mit größeren, leistungsfähigeren Einrichtungen zusammenzutun.
„Wir wollen die Diakonie Wilhelmsburg mit unseren Erfahrungen unterstützen und voranbringen“, sagte Marten Gereke. Für die Kunden der Diakonie bedeutet das eine weitere Verbesserung der Angebote und Möglichkeiten bei Pflegebedürftigkeit. Carsten Schrötter, Pflegedienstleitung der Diakonie Wilhelmsburg: „Diakonie bleibt Diakonie und das bedeutet, dass wir nach diakonischen Grundsätzen helfen und pflegen. Besonders wichtig ist es uns dabei, auf die individuellen Wünsche und Bedürfnisse der Menschen einzugehen.“

BU: Freuen sich auf ein erfolgreiches neues Jahr 2011 in Wilhelmsburg (v.l): Hannsjörg Müller, Geschäftsführer der Diakonie Wilhelmsburg, Marten Gereke, Geschäftsführer der Pflegediakonie, Pastorin Corinna Peters-Leimbach, Vorstandsvorsitzende, Carsten Schrötter, Pflegedienstleitung.


Spendenaktion: Handgestrickte Babysocken wärmen Fuß und Herz

Findus Familienbegleitung im Kreis Pinneberg

Nicht für jede Familie bringt die Vorweihnachtszeit Ruhe und Besinnlichkeit. Krisensituationen wie Krankheiten oder chronische Überlastungen können das Familienleben vor große Probleme stellen. Dass solche Krisen möglichst schnell überwunden werden können, dafür sorgt das Team der Findus Familienbegleitung im Kreis Pinneberg.

Heilpädagogen, Erzieher, Hauswirtschafterinnen und medizinische Fachkräfte bilden das Team der Familienhilfe Findus. Das erfahrene Team kann Familien bei Erkrankungen oder Abwesenheit der haushaltsführenden Person, bei Konflikten in der Schwangerschaft oder bei allgemeiner familiärer Überforderung so optimal helfen. Das Team von Findus versteht seine Arbeit als Hilfe zur Selbsthilfe – immer orientiert am individuellen Wohl aller Familienmitglieder.
Um die Familienpflege erfolgreich leisten zu können, ist Findus auf die finanzielle Unterstützung durch Spenden angewiesen, doch auch Sachspenden können helfen. Wer in der Vorweihnachtszeit noch auf der Suche nach einem kleinen Geschenk für Freunde und Verwandte mit Nachwuchs ist, für den hat Findus jetzt eine tolle Geschenk-Idee: handgestrickte Babysocken.

Gegen eine kleine Spende sind die niedlichen Socken bei Benita von Sass-Hasselblatt in der Familienbegleitung der Pflegediakonie in Pinneberg erhältlich. Gespendet wurden die rund 50 Paar Socken von einer Dame, deren Familie das Findus-Team in der Vergangenheit ambulant unterstützt hat.

Bei Fragen rund um die Angebote der Findus-Familienbegleitung erreichen Sie Benita von Sass-Hasselblatt unter der Rufnummer (04101) 85 65 533.


Perspektive mit Wohlfühleffekt

Neues Gesicht der Pflegediakonie: Astrid Wiechmann

Leben zieht ein im Seniorenzentrum Pinneberg: Seit dem 1. Oktober sind die ersten senioren-gerechten Wohnungen in der Rockvillestraße bewohnt. Bis Anfang Februar 2011 werden alle drei Häuser mit insgesamt 111 Wohnungen fertig gestellt sein. Dass das Wohnen mit Service für die Senioren mehr ist, als der Hausnotruf in den eigenen vier Wänden, dafür sorgt das neue Gesicht der Pflegediakonie, Astrid Wiechmann.

Wie sieht er aus, der Service beim seniorengerechten Wohnen in Pinneberg? Astrid Wiechmann, seit Anfang Oktober Service-Koordinatorin der Pflegediakonie, kann die Frage auf den Punkt beantworten: „Bedarfsgerecht!“ Da das Seniorenzentrum langsam wachsen wird, kann Wiechmann das Serviceangebot den Wünschen und Bedürfnissen der Bewohner anpassen. „Angedacht sind saisonale Veranstaltungen, Feste und Ausflüge sowie die Vermittlung von mobilen Dienstleistungen“, so Wiechmann. Doch die studierte Gaststätten- und Hotelfachfrau ist mehr als die Vermittlerin von Serviceleistungen: Sie sorgt für den „Wohlfühleffekt“ an der Rockvillestraße und ist erste Anlaufstelle für die Anliegen der Mieter.

„Nach Einzug der Mieter besteht meine erste Aufgabe darin, den Hausnotruf in der jeweiligen Wohnung einzurichten. Dabei erfährt man einiges über die neuen Mieter und lernt sie persönlich kennen“, erklärt Wiechmann, woher sie die Ideen für die Gestaltung des Serviceangebotes nimmt. Besondere Freude an ihrer neuen Aufgabe macht die umgehende Resonanz auf ihre Tätigkeit, die sie im täglichen Kontakt mit den Bewohnern des Seniorenzentrums bekommt.

Ab dem 1. Dezember werden die Wohnungen im zweiten Haus des Seniorenzentrums bezugfertig sein. Das dritte Haus der Anlage wird zwei Monate später seine Türen für die neuen Bewohner öffnen.

Bei Interesse an den Angeboten des Seniorenzentrums Pinneberg steht Astrid Wiechmann von der Pflegediakonie, als Ansprechpartnerin unter der Telefonnummer (04101) 855 74 76 zur Verfügung.


Herbstfest mit knallrotem Gummiboot

Herbstfest in der Diakoniestation Glückstadt

Das erste Herbstfest für die Kunden der Diakoniestation Glückstadt traf den maritimen Geschmack der rund 40 Teilnehmer: Sie lauschten den Klängen eines Schifferklaviers, verfolgten gespannt Geschichten op Platt und enterten während einer farbenfrohen Mini Playback-Show begeistert das knallrote Gummiboot.

„Herrlich, die Menschen, die wir betreuen, so glücklich und ausgelassen zu sehen“, freute sich Heide Thun, stellvertretende Pflegedienstleitung der Diakoniestation Glückstadt. Gemeinsam mit ihren Angehörigen feierten die Kunden der Diakoniestation im Gemeindesaal der evangelischen Kirche ein Herbstfest mit buntem Programm. Beim gemütlichen Kaffeetrinken mit selbstgebackenem Kuchen wurde eifrig geschnackt und anschließend den spannenden Geschichten op Platt gelauscht. Bei einer Stadt mit eigenem Hafen durften die maritimen Klänge und plattdeutsche Döntjes nicht fehlen. Diesen Beitrag zum Fest leistete Heide Kopitz aus Büsum mit ihrem Akkordeon.

Höhepunkt der Veranstaltung war eine Mini Playback Show unter dem Motto „Schlager“, an der sich alle mit viel Begeisterung beteiligten. „Wir haben keine Kosten und Mühen gescheut, internationale Stars zum Fest einzuladen“, verrät Organisatorin Heide Thun mit einem Zwinkern. Henry Valentino, Gitte, Bill Ramsey, Gitti und Erika – alle waren bei der Mini Playback Show dabei. „Um die passenden Kostüme zu den beliebten Schlagern anbieten zu können, haben wir uns im Internet verschiedene Musikvideos angesehen“, so Thun weiter. Danach hätten die Mitarbeiterinnen bei jedem Hausbesuch nach den entsprechenden Kleidungsstücken gefragt – sehr zur Freude der Herbstfestbesucher, die eine große Auswahl an Verkleidungen vorfanden. Heide Thun: „Seit längerer Zeit hat es keine Veranstaltung in dieser Art gegeben. Die tolle Resonanz bestätigt uns darin, aus dem Herbstfest eine schöne Tradition werden zu lassen.“
Die Teilnahme am Fest konnte den Senioren durch einen Fahrdienst mit Bussen der Firma Karlau aus Herzhorn erleichtert werden.

BU: Das Team der Diakoniestation Glückstadt gestaltete für die Kunden der Pflegediakonie einen stimmungsvollen Nachmittag: (v.l.n.r.) Sigrid Waldera, Katharina Kwiatkowska, (hintere Reihe) Anne Brehm, Heide Thun, Heide Kopitz, Corinna Lange, Anja Rethwisch


100 Jahre Lebenserfahrung im Bugenhagenhaus

Geburtstag in der Seniorenresidenz Bugenhagenhaus

Hamburg/Ohlstedt, 28. Oktober 2010 – Einen seltenen Geburtstag feierte die Seniorenresidenz Bugenhagenhaus am vergangenen Dienstag mit Freunden und Bewohnern: das 100. Lebensjahr von Margarethe Jensen. Für die ehemalige Hauswirtschafterin verwandelte sich das Esszimmer unter der Leitung von Andrea Wulf, Pflegedienstleitung der Einrichtung, in ein prachtvolles Rosenzimmer.

Die Höhen und Tiefen, die so ein langes Leben mit sich bringt, hat Margarethe Jensen souverän gemeistert. „Das muss wohl auch an der guten Hamburger Luft liegen“, lacht Jensen, die in den 1930er Jahren aus Mecklenburg nach Hamburg gekommen ist, verschmitzt. Als Wirtschafterin in Hamburger Haushalten hat sie in jungen Jahren Helga Feddersen im Kinderwagen spazieren gefahren, später arbeitete sie als Packerin in einer Hamburger Speisesalz-Fabrikation.
Fast ein halbes Jahrhundert war Margarethe Jensen mit ihrem künstlerisch begabten Ehemann verheiratet. Seine Bilder schmücken auch heute noch ihr Zimmer im Bugenhagenhaus und erinnern an gemeinsame Ehejahre im Hamburger Stadtteil Ottensen.
Unter den vielen Gratulanten an ihrem Ehrentag waren natürlich auch ihre Tochter und eine ihrer zwei Enkelinnen. „Die andere ist heute beruflich eingespannt und kommt morgen vorbei“, äußert sich Jensen verständnisvoll und stellt damit gleich klar, dass sie den Alltag auch mit 100 Jahren noch gut im Griff hat.


Motivation und Qualität in der Pflege durch Ausbildung

Ausbildung der Pflegediakonie an der neuen Altenpflegeschule in Norderstedt

Norderstedt, 13. Oktober 2010 – Am 1. Oktober 2010 starteten drei Auszubildende der Pflegediakonie ihre Ausbildung an der neuen Altenpflegeschule in Norderstedt. Swetlana Schmidt von der Diakoniestation Elmshorn, Edith Radtke von der Diakoniestation Wilster und Nadine Möller von der Diakoniestation Pinneberg/Kummerfeld drücken von nun an in den kommenden drei Jahren in regelmäßigen Abständen die Schulbank. Alle drei lassen sich zur staatlich geprüften Altenpflegefachkraft ausbilden.

„Die Anforderungen in der Altenpflege sind in den vergangenen Jahren enorm gestiegen“, sagt Erika Schürmann, Pflegedienstleitung der Diakoniestation Wilster. „Es ist uns von der Pflegediakonie wichtig, qualifizierte Pflege und fachlich hochwertige Leistungen zu erbringen. Das ist nur möglich, wenn man gut ausgebildete Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter hat.“ Jedes Jahr regen die Pflegedienstleitungen ihre Kolleginnen an, sich nach Fort- und Weiterbildungen umzusehen. So war es auch bei Edith Radtke: „Schwester Erika hat mich gefragt, ob ich die Ausbildung zur staatlich examinierten Fachkraft machen möchte. Über so viel Unterstützung und Entwicklungsmöglichkeiten habe ich mich gefreut.“

Marten Gereke, Geschäftsführer der Pflegediakonie: „Es gehört zu unserer Arbeitsphilosophie, die Potentiale unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zu erkennen und zu entwickeln. Nur so kann eine langfristige gute Zusammenarbeit entstehen.“ Besonders vor dem Hintergrund des zunehmenden Fachkräftemangels in der Pflege sei es wichtig, so Gereke, die Motivation der bereits beschäftigten Mitarbeiter zu halten und potentiellen Arbeitnehmern aufzuzeigen, welche Pluspunkte die Arbeit bei der Pflegediakonie mit sich bringt. „Diese Faktoren bestimmen dann nicht nur eine gute Arbeitsatmosphäre, sondern auch die qualifizierte Pflege für unsere Kunden“, betont Gereke. Das unterstreicht auch Erika Schürmann: „Unsere Auszubildenden arbeiten teilweise schon seit mehreren Jahren als Krankenpflegehelferinnen für die Pflegediakonie. Sie haben ein enormes Potential für die Stationen. Mit der Ausbildung entwickeln nicht nur sie sich weiter. Sie tragen damit auch immer etwas Pflegeinnovation in unsere Diakoniestationen hinein. Das ist gemeinsame Zukunftssicherung.“
Die drei Frauen freuen sich auf die kommende Ausbildungszeit. Immer abwechselnd nehmen sie an mehrwöchigen Theorieblöcken an der Norderstedter Schule teil und arbeiten anschließend wieder unter der Aufsicht einer Praxisanleiterin für eine der Diakoniestationen. „Ich möchte mein bisheriges Pflegewissen mit dieser Ausbildung komplettieren, es um theoretisches Fachwissen erweitern“, sagt Nadine Möller. „Qualifizierte Pflege setzt qualifizierte Ausbildung voraus. Ich freue mich auf diese neue Herausforderung.“


Leben und sterben, da wo ich zu Hause bin

Rund 100 Angehörige, Betroffene, Ehrenamtliche, Pflegekräfte, Ärzte, Seelsorger und interessierte Menschen nutzten am Samstag, 18. September, die Möglichkeit, sich mit den Themen Sterbe- und Trauerbegleitung auseinander zu setzen. Der 3. Hospiz- und Palliativtag zeigte, dass das Netzwerk an Hilfen und Unterstützung in der letzten Lebensphase in der Region Pinneberg bereits gut ausgebaut ist.

„Ein sehr intensiver Tag, mit vielen guten Gesprächen“ resümiert Ute Sabine Eckhardt, Hospizkoordinatorin des ambulanten Hospizdienstes Pinneberg-Uetersen. Gemeinsam mit der Diakonischen Kranken- und Altenpflege hatte der Hospizdienst den Informationstag unter dem Motto „Leben und sterben, da wo ich zu Hause bin“ organisiert. An Infoständen, bei Aktionen und in Workshops erhielten die Besucher Antworten auf Fragen wie: Welche Betreuung brauchen Menschen in der letzten Lebensphase? Was kann Schmerzen lindern, was körperliche und seelische Entlastung bieten? Wie gehe ich mit mir nahe stehenden Menschen um, wenn sie unheilbar krank sind? „Menschen, die sich in dieser schweren Situation befinden, Raum zu geben, ihnen zuzuhören und ihnen zu helfen, ist immer wieder sehr berührend“, so Ute Sabine Eckhardt.

Von 11.00 bis 13.30 Uhr konnten die Besucher auf dem Drosteiplatz an kostenlosen Workshops zu den Themen „Die Heilkraft des Malens“, „ganz. einfach. Musik“, „Kinaesthetics“ und „Farbenlehre“ teilnehmen. „Viele Menschen waren erstaunt und bewegt, wie wohltuend Düfte, Farben und Musik sein können. Sie berühren sofort das Innere, die Gefühle – nicht nur die leichten positiven, sondern auch die unangenehmen wie Schmerz, Trauer, Angst und Mutlosigkeit. Doch auch für diese Gefühle gilt, dass sie leichter werden, wenn sie einen Ausdruck finden“, erklärt Katrin Zehl von der Diakonischen Kranken- und Altenpflege.

Darüber hinaus diente der Tag auch dem fachlichen Austausch: Die Hauptakteure in der Versorgung schwerstkranker Menschen in der Region – die Pflegediakonie, die DRK-Schwesternschaft als Vertragspartner der Kassen für den Bereich spezialisierte ambulante Palliativversorgung und das Palliativ-Pflegeteam des Arbeiter-Samariter-Bundes – nutzten die Möglichkeit zum persönlichen Kennenlernen und intensiven Austausch. Der Informationstag endete mit einem Abschlussgottesdienst in der Christuskirche unter der Leitung von Propst Thomas Drope.

BU: Lachen als Medizin: Klinik-Clown Beppo begleitet nicht nur Kinder in ihrer letzten Lebensphase.


100. Patient für die Diakoniestation in Niendorf

Schön, dass Sie bei uns sind! Mit diesen Worten überreichte Karina Bendt, von der Diakoniestation Niendorf, Heinrich Matthies einen schönen, bunten Blumenstrauß. Der 96-Jährige ist der 100. Patient der Diakoniestation.

Darauf sind die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter stolz. „Ich arbeite seit 2004 bei der Pflegediakonie“, sagt die Leitung der Diakoniestation Bendt. „Wir sind ein erfolgreiches Team. Dass die Zahl unserer Kunden ansteigt ist sicherlich auch ein Zeugnis dafür, dass unsere Mitarbeiterinnen ihre Arbeit gut machen, qualitative Pflege leisten und verlässliche Ansprechpartner sind.“ Zu Herrn Matthies kommen die Mitarbeiterinnen der Pflegediakonie nun seit einem Monat und sorgen zweimal täglich für seine Medikamente. Zusätzlich besucht ein Zivi der Diakoniestation den Rentner zweimal in der Woche, um spazieren zu gehen und ein wenig zu klönen. „Es ist gut zu wissen, dass die Schwestern der Diakoniestation jetzt täglich vorbeikommen“, sagt Matthies. „So fühl ich mich rundum gut aufgehoben.“


Palliative Team Bönningstedt: „…das wichtigste Reisebüro am Ende des Lebens“

Welche Betreuung brauchen Menschen in der letzten Lebensphase? Was kann Schmerzen lindern, was körperliche und seelische Entlastung bieten? Antworten auf diese Fragen bietet Palliative Care – ein ganzheitliches Konzept, das unheilbar kranken Menschen ein würdevolles Leben vor dem Tod ermöglichen kann.

Ute Conrad, stellvertretende Leitung, absolviert zurzeit eine Weiterbildung zur Fachkraft für Palliativpflege. „Diese Weiterbildung hat mir neue Sichtweisen eröffnet“, sagt Ute Conrad. „Anders als in der herkömmlichen Pflege, geht es bei der Palliativ Care häufig gar nicht so sehr darum, etwas zu tun, sondern einfach da zu sein.“ Die Diakoniestation Bönningstedt arbeitet seit 2006 gemeinsam mit dem Alten- und Pflegeheim Fasanenhof sowie einem Palliativmediziner und einer Pastorin daran, die Versorgung von Palliativ-Patienten in Bönningstedt zu verbessern.

Palliative Care bedeute, auf dem letzten Stück zu begleiten, Schmerzen zu lindern und ganz einfach zuhören. „Meine Haltung hat sich verändert“, so Conrad. „Ich bin im Umgang mit den Patienten und den Angehörigen noch sicherer geworden. Mein Augenmerk liegt dabei auf dem Patienten, dem ganzen Menschen mit all seinen individuellen Empfindungen und Wünschen“, so Conrad.

Seit etwas über einem Jahr arbeitet die 36-Jährige bei der Pflegediakonie. Davor war sie 13 Jahre in der stationären Pflege tätig, zuletzt als Wohnbereichsleitung. „Ich schätze es sehr, dass mein Arbeitgeber mir diese und weitere Fortbildungen ermöglicht. Diese Förderung ist gut für mich und für unsere Arbeit“, so Conrad. Im September schließt sie die Weiterbildung ab. „Ein Bekannter hat mal gesagt: ‚Die Palliativpflege ist das wichtigste Reisebüro am Ende des Lebens’ – das ist für mich so eine Art Leitmotiv geworden.“


Engagement für die Elbmarsch

Seit fast einem Jahr ist Sonja Befeld stellvertretende Pflegedienstleitung (PDL) in der Diakoniestation Elbmarsch. „Ein toller, abwechslungsreicher Job mit vielen Herausforderungen“, findet die examinierte Krankenschwester.

Vor einem Jahr trat die 43-Jährige die volle Stelle als stellvertretende Pflegedienstleitung in der Diakoniestation Moorrege an. Das bedeutete mehr Verantwortung, Team-Organisation, Vorbereitung von Dienstbesprechungen und das Planen von Arbeitsabläufen. „Mir ist es besonders wichtig, für meine Kolleginnen da zu sein“, so Befeld. „Wir sind ein tolles Team und unterstützen uns gegenseitig.“ Nach den Touren ist immer Zeit für Austausch und Besprechungen. „Es gehört zu unserer täglichen Arbeit, gemeinsam mit Angehörigen und den zu pflegenden Kunden immer wieder die aktuelle Situation anzusehen und zu überlegen, ob etwas anders oder besser gemacht werden könnte.“ Nur so könne die bestmögliche Versorgung gewährleistet werden.

Die stellvertretende PDL organisiert auch regelmäßig interne Fortbildungstage zu unterschiedlichen Themen, wie Diabetes mellitus oder Inkontinenz: „Ich gebe gern mein Fachwissen an meine Kolleginnen weiter. Um dafür ein Konzept zu schreiben oder neue Ideen zu entwickeln, investiere ich auch mal ein paar Stunden meiner Freizeit.“ Und wenn sie wirklich freie Zeit zur Verfügung hat, unternimmt Sonja Befeld etwas mit ihren beiden Kindern.


Erste Wohngemeinschaft für Menschen mit Demenz in Norderstedt

Marten Gereke, Geschäftsführer der Pflegediakonie und Katrin Zehl, Prokuristin der Pflegediakonie

Im Herbst dieses Jahres wird sie fertig sein: Norderstedts erste Wohngemeinschaft für Menschen mit Demenz. Eingebunden in das Konzept „Wohnen unterm Kirchturm“ bietet die Pflegediakonie ein individuelles Betreuungskonzept.

Demenz stellt für Betroffene und Angehörige eine große Herausforderung dar. Die Erkrankung wird oft tabuisiert, Isolation und Ausgrenzung können die Folgen sein. „Wir möchten Menschen mit Demenz ein möglichst selbstbestimmtes Leben mit sozialen Kontakten und Einbindung in das Gemeindeleben ermöglichen“, sagt Marten Gereke, Geschäftsführer der Pflegediakonie. Zwölf Plätze werden im Sozialen Zentrum Garstedt entstehen. Alle Bewohnerinnen und Bewohner haben ein eigenes Zimmer mit barrierefreiem Bad und WC. Der Alltag der Bewohner findet überwiegend in den Gemeinschaftsräumen statt: In familienähnlicher Atmosphäre wird zusammen gekocht, gegessen und geklönt. Die Mitarbeiterinnen der Pflegediakonie gestalten und strukturieren mit den Bewohnerinnen und Bewohnern den Tag und geben so Orientierung und Sicherheit. „Mit unserem Angebot wollen wir auch Angehörige entlasten“, so Gereke. „Wir beziehen sie in unsere Arbeit mit ein und haben ein offenes Ohr für ihre Sorgen.“

Wohnen unterm Kirchturm
Neben der Wohngemeinschaft werden im Seniorenzentrum eine Tagespflege und Wohnen mit Service auf dem Gelände der Kirchengemeinde Christuskirche entstehen. „In diesem Konzept des Kirchenkreises Hamburg/West-Südholstein gibt es viele Angebote an einem Ort“, so Gereke. „Auch Paare, die unterschiedliche Betreuungsbedürfnisse haben, können hier einziehen und individuell versorgt werden.“


Richtfest: Erste Tagespflege im neuen Kirchenkreis

Pinneberg, 20. Mai 2010 – Über 200 Menschen kamen, um in der Rockvillestraße Richtfest zu feiern. In der neuen Seniorenwohnanlage wird die erste Tagespflege des neuen Kirchenkreises Hamburg West/Südholstein entstehen – dank der Pflegediakonie und ihrer Kooperationspartner.

„Das Angebot für Senioren in Pinneberg wird durch diese Wohnanlage bereichert“, so Pinnebergs Bürgermeisterin Kirstin Ahlheit (Bildmitte). „Die Stadt braucht attraktiven Wohnraum mit individuellen Betreuungsmöglichkeiten für ältere Menschen.“ Neben einer Tagespflege mit 12 Plätzen richtet die Pflegediakonie eine Wohngemeinschaft für Menschen mit Demenz und eine eigene Diakoniestation in einem der Gebäude ein. „So sind wir immer nah am Menschen“, sagt Marten Gereke, Geschäftsführer der Pflegediakonie (links im Bild). „Wir möchten jedem Einzelnen die bestmögliche Versorgung und Unterstützung bieten. Dabei stehen die persönlichen Wünsche und Bedürfnisse immer im Vordergrund. Das ist nur möglich, wenn wir unser Angebot stetig ausbauen – so wie hier in Pinneberg.“ Zusätzlich werden 15 neue Arbeitsplätze geschaffen: Das Team der Pflegediakonie wird zukünftig nicht nur in der Wohnanlage, sondern auch für die ambulante Versorgung der Menschen im Kreis Pinneberg im Einsatz sein.


„Hier fühle ich mich Zuhause“

Sabine Lehmann ist angekommen. Seit einem Monat arbeitet sie wieder für die Diakoniestation Niendorf – ihrem neuen und alten Arbeitgeber. „Es ist ein tolles Gefühl – so, als käme man nach Hause.“

Fast zwölf Jahre hatte sie bei der Diakoniestation Niendorf als Pflegehilfskraft gearbeitet, bevor sie sich entschloss, ihr Examen nachzuholen. Die Ausbildung war damals nötig, um weiterbeschäftigt werden zu können. Ihre Praktika leistete Sabine Lehmann in einer stationären Einrichtung – diese wollte sie auch gleich übernehmen. „Ich habe mich über das Angebot gefreut, immerhin kannte ich dort alle Menschen und Abläufe, ich war schon richtig eingearbeitet“, so Lehmann. Dennoch konnte sie ihren alten Arbeitgeber und ihre Kollegen nicht vergessen. „Ich hatte richtig Sehnsucht nach der Diakoniestation“, verrät die examinierte Altenpflegerin. „Die ambulante Pflege liegt mir einfach mehr.“ So bewarb sie sich nach sechs Jahren stationärer Arbeit wieder in Niendorf. Schon beim Vorstellungsgespräch merkten beide Seiten: Das passt! „Sabine gehört einfach hierher“, ist Karina Bendt, stellvertretende Leiterin der Diakoniestation, überzeugt. „Sie ist mit ihrer Erfahrung eine große Bereicherung für unser Team. Sie passt prima zu uns.“


Kleine Freude zu Ostern

Einen blumigen Frühlingsgruß überreichten die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von neun Pflegediakonie-Stationen in Hamburg und Südholstein ihren Kundinnen und Kunden. Pünktlich zum Osterfest freuten sich knapp 1000 pflegebedürftige Menschen über die kleine Aufmerksamkeit.

Auch die Diakoniestation Niendorf nahm an der Osteraktion teil. „Die Narzisse ist ein Frühlingsbote. Nach dem langen und kalten Winter in diesem Jahr wollten wir den Menschen, die wir betreuen, ein bisschen Frühling nach Hause bringen und uns für ihr Vertrauen bedanken“, erklärte Karina Bendt, Einsatzleiterin der Diakoniestation Niendorf.

Eine ihrer Kundinnen ist Irmgard Keller (Bildmitte), die zusammen mit ihrem Mann Jürgen in einem Einfamilienhaus in Niendorf lebt. „Als es mir vor einigen Jahren gesundheitlich schlechter ging, bin ich auf die ambulante Pflege der Diakoniestation aufmerksam geworden“, erinnert sich Irmgard Keller. Sie und ihr Mann sind froh über die Unterstützung. Beide freuten sich sehr über den hübschen Ostergruß, den Schwester Theda Kapahnke ihnen persönlich überbrachte.

An der Osteraktion beteiligten sich neben Niendorf auch die Diakoniestationen in Bönnigstedt, Elmshorn, Glückstadt, Pinneberg/Kummerfeld, Rellingen, Wilster, die Familienbegleitung FiNDUS sowie die Sozialstation Lurup-Osdorfer Born.


Maritime Party für 100-jährigen Seemann

Einen ganz besonderen Geburtstag feierte das Bugenhagenhaus am Nachmittag des 22. März mit seinen Bewohnern: den 100. Geburtstag von Erich Weile. Für den ehemaligen Seemann organisierten Susanne Hergoss, Leiterin des Seniorenzentrums, und ihr Team eine besondere Feier, ein „Maritimes Geburtstagsfest“.

„Seit zehn Jahren arbeite ich schon im Bugenhagenhaus und habe einige 100. Geburtstage miterlebt. Herr Weile ist jedoch der erste Mann in unserem Haus, der diese stolze Zahl erreicht“, freute sich Susanne Hergoss. Seit August 2007 lebt Erich Weile in dem Seniorenzentrum. „Wir haben ihn als jemanden kennen gelernt, der immer sehr freundlich und gut gelaunt ist. Seine Mütze und das Tuch sind seine Markenzeichen“. Diese durften auch an Erich Weiles Ehrentag nicht fehlen.

Mit großer Freude und Charme nahm er die Glückwünsche und Blumen aller Bewohnerinnen und Bewohner entgegen. Ihm zu Ehren hatten die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter alles passend zum Thema „Maritimes“ geschmückt. Nach dem gemeinsamen Kaffeetrinken und dem Segenswunsch von Pastorin C. Lohse erwartete das Geburtstagskind eine besondere Überraschung: ein musikalisches Programm. Hergoss: „Musik lässt Herrn Weile aufleben. Er spielt sehr gerne auf seiner Mundharmonika und singt engagiert im Chor.“

Hier finden Sie weitere Informationen über das Bugenhagenhaus.