Ambulante Pflege

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Ambulante Pflege

Mit der Unterstützung durch häusliche Pflege können Sie auch im Alter und bei Einschränkungen im eigenen Zuhause leben. Zu Beginn mag es Ihnen schwerfallen, die Haustür für eine noch fremde Pflegekraft zu öffnen und Hilfe anzunehmen. Doch unsere Erfahrung aus 25 Jahren ambulanter Pflege zeigt: Schnell entsteht zwischen Ihnen, Ihren Pflegekräften und Ihrer Diakoniestation eine vertrauensvolle Beziehung, in der Sie die Unterstützung erhalten, die Sie benötigen. Dabei erhalten Sie Ihre Selbstbestimmung und Ihre vertraute Umgebung mit allen lieb gewonnenen Eigenheiten. Denn unsere Pflege zielt darauf ab, Ihre Selbstständigkeit zu fördern und zu erhalten. Und, auch das zeigt die Erfahrung: Oft können Sie mit der richtigen Anleitung und Übung sowie mit dem Einsatz von Bewegungskonzepten und Hilfsmitteln verloren geglaubte Fähigkeiten wiedererlangen und lange erhalten.

Diese Leistungen umfasst die ambulante Pflege: 

Grundpflege

Die Grundpflege umfasst Unterstützung bei täglichen Dingen, z.B. Körperpflege, Aufstehen, Anziehen, Zubettgehen, Bewegung. Diese Leistungen werden im Rahmen des bewilligten Pflegegrades von der Pflegekasse refinanziert.

Behandlungspflege

Die Behandlungspflege beinhaltet medizinische Maßnahmen, z.B. Medikamentenüberwachung, Wundversorgung, Kompressionsbehandlungen und Spritzen. Diese werden vom Arzt verordnet und von der Krankenkasse refinanziert.

Pflegeberatung 

Eine individuelle und umfassende Beratung erleichtert die Pflege zu Hause. Mehr dazu erfahren Sie hier.

Hauswirtschaft & Betreuung 

Unterstützung im Haushalt und Begleitung und Gesellschaft im Alltag: Mehr zu diesem Thema erfahren Sie hier.

Vermittlung von Dienstleistungen 

Fußpflege, Friseur, Physiotherapie, Essen auf Rädern, Beschaffung von Pflegehilfsmitteln: Wir unterstützen Sie bei der Suche nach Diensten, die Sie wünschen und benötigen.

Verhinderungspflege 

Auch pflegende Angehörige brauchen manchmal Urlaub oder fallen aus anderen Gründen aus. In diesen Zeiträumen springen wir ein. Mehr zum Thema Verhinderungspflege erfahren Sie in unserem Pflegewissen.

Palliativpflege

Wir begleiten Menschen in ihrer letzten Lebensphase und unterstützen Angehörige. In jeder unserer Einrichtungen arbeiten Pflegekräfte mit Zusatzausbildung in der Palliativpflege. Unsere ambulanten Hospizdienste organisieren darüber hinaus ehrenamtliche Unterstützung und Begleitung.

24/7-Erreichbarkeit 

Jede Einrichtung verfügt über eine Notfall-Telefonnummer, die rund um die Uhr erreichbar ist. Zusätzliche Sicherheit kann ein Hausnotrufsystem geben, das wir Ihnen gern vermitteln.

 

Ambulante Pflege

  • Was ist Behandlungspflege?

    Bei der Behandlungspflege sorgen wir dafür, dass die Verordnungen eines Arztes nach Genehmigung der Krankenkasse umgesetzt werden: Wir geben Spritzen, ziehen Kompressionsstrümpfe an und aus, verabreichen Medikamente und vieles mehr.
    Für die Versorgung besonderer Wunden, für den Wechsel von Verbänden oder die Portversorgung verfügen wir über speziell ausgebildete Mitarbeiterinnen.

    Wichtig ist: Pflegekräfte dürfen die Behandlungspflege nur nach den Vorgaben und Anordnungen eines Arztes durchführen. Die Kosten dafür übernimmt Ihre Krankenkasse. Die Behandlungspflege erfolgt unabhängig davon, ob Sie einen Pflegegrad haben oder nicht.

  • Was ist Grundpflege?

    Die Grundpflege beinhaltet Hilfe und Unterstützung bei alltäglichen Dingen wie Körperpflege und Nahrungsaufnahme.

  • Wie funktioniert die Zusammenarbeit mit einem Pflegedienst?

    Wie organisiert man die Pflege? Ist ein ambulanter Pflegedienst immer verfügbar? Und was ist, wenn ich ins Krankenhaus muss? Hier beantworten wir Ihre Fragen zum Thema "ambulante Pflege"

    Organisation der ambulanten Pflege

    1. Aufnahme / Erstbesuch

    Vor Beginn unserer Einsätze bei Ihnen führen wir grundsätzlich während eines Erstbesuchs bei Ihnen ein Aufnahmegespräch durch. So lernen wir uns gegenseitig kennen und wir erhalten die wichtigsten Informationen über Ihre Wünsche und Bedürfnisse. Dieses Gespräch wird immer von einer unserer Pflegedienstleitungen oder einer Pflegefachkraft geführt. Wir sprechen hierbei unter anderem den zeitlichen Rahmen sowie die Tätigkeiten ab, die wir bei Ihnen erbringen dürfen.

    2. Kostenvoranschlag

    Nachdem wir beim Erstgespräch Leistungen vereinbart haben, erhalten Sie von uns einen monatsbasierten Kostenvoranschlag. Darin führen wir genau auf, wieviel die vereinbarten Leistungen pro Monat kosten, wie viel davon z.B. die Pflegekasse trägt und wie hoch Ihr Eigenanteil ist. Die vereinbarten Leitungen sind natürlich jederzeit änderbar.

    3. Pflegevertrag

    Der Leistungsnehmer (= der/die Versicherte) und der Leistungserbringer (Ihre Diakoniestation) schließen einen Pflegevertrag miteinander. Dieser ist gesetzlich vorgeschrieben. Darin sind die Rechte und Pflichten beider Parteien festgehalten. Enthalten ist ebenso der Kostenvoranschlag, aus dem die zu erwartenden Kosten der vereinbarten Pflege pro Monat hervorgehen.

    Der Vertrag ist durch den Leistungsnehmer jederzeit kündbar und die vereinbarten Leistungen sind änderbar. Als Pflegediakonie passen wir unsere Leistungen dann Ihren Wünschen und Bedürfnissen an.

    Unterbrechung der Pflege

    Wenn Sie in den Urlaub fahren oder einen Krankenhausaufenthalt haben, ruht ggf. der Pflegevertrag und wir setzen mit unseren Leistungen aus. Bitte denken Sie daran, uns über Ihre Abwesenheit zu informieren.

    Dauer unserer Einsätze

    Die jeweilige Dauer unseres Aufenthalts bei Ihnen richtet sich immer nach Art und Umfang der Leistungen. Auch wir, als diakonisches Unternehmen im Gesundheitswesen, müssen betriebswirtschaftlich denken. Aber die von uns eingeplanten Zeiten reichen in der Regel aus, um hoch qualifizierte Pflege zu erbringen, bei der auch ein persönliches Wort gesprochen wird.

    Abweichungen von Einsatzzeiten

    Wir bitten um Verständnis dafür, dass es zu verkehrs- notfall- und zwischenfallbedingten Abweichungen von den vereinbarten Zeiten kommen kann (+/- 20 Minuten) Sollte dies für unsere Mitarbeiter*innen absehbar sein, werden sie Sie umgehend informieren.

    Bereitschaftsdienst

    Unsere Pflegedienste sind 24 Stunden/Tag für Sie erreichbar. Nach den Bürozeiten wird das Telefon zu unserem Bereitschaftsdienst umgestellt. Da sich unser Bereitschaftsdienst nicht im Büro aufhält, sondern die Bereitschaft nach oder während der eigentlichen Arbeitszeit leistet, möchten wir Sie bitten, diesen nur in Notfällen zu kontaktieren.

    Wer entscheidet, wie oft unser Pflegedienst zu Ihnen kommt?

    In welchem Umfang Sie durch unseren ambulanten Pflegedienst versorgt werden, entscheiden Sie selbst. Der Pflegegrad, der für Sie durch den MDK und Ihre Pflegekasse festgelegt wurde, definiert, bis zu welchem Betrag die Pflegekasse die Einsätze bezahlt. Darüber hinaus ist es möglich, bei der Pflegediakonie zusätzliche Betreuungs- und Pflegeleistungen in Anspruch zu nehmen, die dann extra berechnet werden.

    Wie lange bleibt die Pflegekraft bei mir?

    Für jede pflegerische Tätigkeit gibt es konkrete Zeitfenster, in der die Pflegefachkraft ihre Aufgaben erledigen soll. Doch Menschen, und insbesondere jene, die Hilfe brauchen, lassen sich nicht nach einem einheitlichen Schema in ein Raster stecken. Den Mitarbeiter*innen der Pflegediakonie liegt das Wohl ihrer Kund*innen besonders am Herzen. Sie werden sich daher im Rahmen des Möglichen auch stets auf individuelle Wünsche und Bedürfnisse einstellen.

    Kann ich überhaupt trotz Pflegegrad zu Hause bleiben?

    Ziel der ambulanten Pflege ist es, die Selbstständigkeit in den eigenen vier Wänden möglichst lange zu erhalten und zu fördern. Ihre Pflegediakonie unterstützt Sie dabei, in Ihrem gewohnten Umfeld zu Hause zu bleiben und trotz Erkrankung/benötigter Unterstützung den Alltag wie gewohnt zu meistern.

    Gibt ein Hausnotruf zusätzliche Sicherheit?

    Ja, ein Hausnotruf kann maßgeblich dazu beitragen, dass das Leben im eigenen Zuhause trotz Pflegegrad gut gelingt. Im Notfall kann mit nur einem Knopfdruck Hilfe geholt werden.

    Schon ab Pflegegrad 1 kann geprüft werden, ob die Pflegeversicherung die monatlichen Kosten teilweise übernimmt. Die Kosten für den Hausnotruf sind von der Steuer absetzbar.

  • Welche Pflegehilfsmittel gibt es?

    Sanitätshäuser und Apotheken sind voll von sogenannten Pflegehilfsmitteln – Produkte, die Ihnen die Pflege Ihres Angehörigen bzw. Ihren Alltag erleichtern sollen. Aber welche sind wirklich sinnvoll, welche überflüssig? Diese Frage können wir nicht pauschal beantworten. Welche Dinge speziell für Sie sinnvoll und hilfreich sind, klären wir gerne mit Ihnen zu Hause. Wir beraten Sie zur Wohnraumanpassung und unterstützen Sie gegebenenfalls bei der Beschaffung und Antragstellung.

    „Was genau ist Wohnraumanpassung?“

    Bei einer Wohnraumanpassung wird eine Wohnung barrierefrei, also alten- und behindertengerecht, gestaltet. Wie genau das aussieht, hängt von den besonderen Bedürfnissen ab: Breite Türen, eine Dusche ohne Stolperfalle, ein Treppenlift, aber auch einfach das Verrücken eines Schrankes oder Entfernen eines Teppichs können große Erleichterung im Alltag bringen. Wenn Sie einen Pflegegrad haben, unterstützt die Pflegeversicherung Sie mit bis zu 4000 € pro genehmigter, pflegeverbessernder Maßnahme.

  • Welche Unterstützungsangebote gibt es für pflegende Angehörige?

    Ist die Pflege körperlich anstrengend, lautet das Zauberwort Kinaesthetics - eine Methode, die hilft, die Bewegungsressourcen des zu Pflegenden zu nutzen und zu fördern.
    Wir bieten häusliche Schulungen an, um mit Ihnen und Ihrem pflegebedürftigen Angehörigen eine individuell passende Möglichkeit zu finden und auszuprobieren. Außerdem gibt es bei uns Pflegekurse für pflegende Angehörige, in denen Sie gemeinsam mit anderen verschiedene Pflegesituationen unter fachlicher Anleitung üben.

    Auch wenn die Pflegesituation selbst Sie belastet, gibt es Unterstützung. Gern beraten wir Sie in einem kostenlosen und unverbindlichen Gespräch über Entlastungsmöglichkeiten in Ihrer individuellen Situation. Möglichkeiten dazu gibt es reichlich - sei es über die Verhinderungspflege, über andere Leistungen der Pflegekasse oder durch die Angebote der Pflegediakonie. Ergänzend vermitteln wir Ihnen auch Hilfen über andere Dienste und Einrichtungen.