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Kaffee und Kuchen mal anders

Pressemitteilung: "Kaffee und Kuchen anders – das geht!"


Es war eine schöne Tradition: An jedem Dienstag und an jedem Mittwoch trafen sich auf Einladung der Diakoniestation Friedenskirche Siek jeweils rund 15 Senioren auf einen Kaffee und selbstgebackenen Kuchen. Zum Klönschnack, zum Spiele spielen, zum Austausch von Neuigkeiten, um unter Leuten zu sein.

„Die Menschen haben das sehr gut angenommen. Man merkte, wie sie sich freuen, wenn sie zum Treff kamen“, so Karin Brökel. Dann allerdings veränderte auch hier die Pandemie alles. Solche Gemeinschaftsveranstaltungen galt es unbedingt zu vermeiden. „Wir haben gehofft, dass wir im Herbst wieder starten können. Bekanntlich kam es anders“, erläutert die Leiterin der Diakoniestation.

Sie berichtet, dass sie sich mit ihrem Team – in der Diakoniestation arbeiten 28 Frauen und zwei Männer – ausgetauscht hat, was man machen könnte. Auch mit Leitungskollegen und -kolleginnen der Pflegediakonie, dem Träger der Diakoniestation in Siek, nahm sie Kontakt auf. Dabei entstand die Idee, dass man das Treffen in eine Besuchsreihe verwandelt. „Das Gemeinschaftserlebnis lässt sich dabei nicht konservieren, das ist klar“, betont Karin Brökel. Regelmäßige Besuche seien aber viel besser, als die Kontakte schleifen zu lassen.

„Solche Besuche kosten uns von der Diakoniestation natürlich Zeit. Aber dieser Einsatz wird mit Mitteln der staatlichen Pflegeversicherung bezahlt, mit Geldern für sogenannte Entlastungsleistungen“, erläutert die Leiterin. Auch jetzt sei es so, dass die Besuchten sich stets freuen, wenn eine Mitarbeiterin oder ein Mitarbeiter zum Gespräch, „auf einen Kaffee“, vorbeikommt. „Es geht nicht dauernd um Sorgen, Wehwehchen oder gar Reparaturen im Haushalt. Die Leute freuen sich, im Gespräch zu sein, sich auszutauschen, zu reden. Das verbindet.“

Erhöhen solche Besuche nicht die Gefahr der Virus-Verbreitung? „Wir passen auf“, unterstreicht die Pflegedienstleiterin. „Unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter werden zweimal pro Woche auf Covid-19 getestet. Auch unseren Kunden machen wir ein Angebot: Wenn eine zu besuchende Person unsicher ist, ob sie Virusträger ist, testen wir unkompliziert und schnell.“
Die Pandemie soll abebben. Das hoffen alle und daran müssen alle mitwirken. Aber Kontakt, Gespräch und Verbundenheit müssen bis dahin nicht pausieren. Die Stationsleiterin ist optimistisch: „Wir werden das schaffen. In Siek und im ganzen Land!“