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„HEUL DOCH“ – Ein Film über eine offene Gefühlskultur

Wie gehe ich mit Verlust um? Ist es Schwäche, wenn ich weine?
In dem Film „HEUL DOCH“ berichten unter anderem zwei junge Männer aus der Region Rendsburg von ihrem Weg der Trauerverarbeitung. Dabei reflektieren sie ihre Gefühle und Gedanken nach einem schweren Verlust. So möchten sie andere ermutigen offen mit Angst, Verletzungen und Trauer umzugehen – auch Jungs und Männer dürfen weinen. Auf ihrem Weg werden sie durch Tanja Engel von meinAnker, dem ambulanten Kinder- und Jugendhospizdienst und Barbara Deuber von der Trauerbegleitung der Pflegediakonie Rendsburg unterstützt. Sie waren es auch, die eine Vorführung des Films im ortsansässigen Kino initiiert haben. Das Kino Schauburg Filmtheater zeigte am Mittwoch, 17. November um 17.00 Uhr den Film mit einem anschließenden Austausch.

Der Film beginnt. Die Stimmen der 65 Besucher verklingen - es ist still. Alle hören den Protagonisten der drei Filmsequenzen aufmerksam zu. Sie berichten offen von ihren schweren Verlusten, den Gefühlen, welche sie danach empfanden und von ihrem Ausweg aus der teils lähmenden Trauer. Einige der Anwesenden finden sich mit den eigenen Gefühlen und Gedanken in den Erzählungen über die Trauer und des Verlustes wieder. Für andere Besucher sind die Aussagen der Darsteller über die persönliche Trauerverarbeitung, über den tiefen seelischen Schmerz unbekannt und doch spürbar. Jeder im Saal ist berührt.
Marian und Len, zwei der Hauptdarsteller, sind mit im Kino. Nach dem Film erhalten Sie für Ihre Offenheit respektvollen Beifall und große Anerkennung. Die beiden jungen Männer beantworten alle Fragen aus dem Publikum. Unter anderem: „Wie haben sich die Dreharbeiten für dich angefühlt?“; „Haben sich die Trauer und der Schmerz mit der Zeit für dich verändert?“ oder „Wie lange hat es gedauert bis du die Hilfe von der Trauerbegleitung angenommen hast?“.
In dieser ungewohnten, aufwühlenden Situation werden sie von Frau Engel (mein Anker) und Frau Deuber (Fachbereich Trauerbegleitung) unterstützt. Sie führen nicht nur durch den Abend, sondern stehen den beiden, wie in den vergangenen Monaten, stärkend zur Seite.
Das Ziel von Marian und Len war es, mit ihrem Mitwirken anderen Betroffenen Mut zu machen offen mit der Trauer umzugehen, sich nicht für die Tränen, die Verzweiflung oder die Wut zu schämen.

Alle sind sich einig: Dieses Ziel haben die beiden definitiv erreicht. Und wir danken Ihnen dafür.

-Pflegediakonie Rendsburg-

 

Unser besonderer Dank für die Unterstützung geht an:

  • Wuppertaler Medienprojekt
  • Kino Schauburg Filmtheater Rendsburg
  • Landeszeitung Schleswig-Holstein
  • Hallo Rendsburg
  • RD Marketing e.V.